Über die Ver­bin­dung zwi­schen Donald Trump und Russ­land, bzw. Putin wur­de schon viel geschrie­ben. Da war 2017 etwa das Ste­e­le-Dos­sier mit ziem­lich unap­pe­tit­li­chen Behaup­tun­gen, gefolgt 2019 vom Mull­er-Report über eine mög­li­che Ein­fluss­nah­me Russ­lands auf die Wahl 2016. Aber das alles perl­te an Trump ab. Gesi­chert ist, dass rus­si­sche Ban­ken ihn mehr als ein­mal vor der Plei­te ret­te­ten, inklu­si­ve rus­si­sche Mafia und Geld­wä­sche.

Geld­wä­sche — und deren Unsicht­bar­ma­chen unter der Trump-Regie­rung — ist das The­ma eines der letz­ten Kom­men­ta­re von Thom Hart­mann. Hier ein Aus­zug:
Trump hat gera­de Maß­nah­men ergrif­fen, um die straf­recht­li­che Ver­fol­gung von Geld­wä­sche erheb­lich zu erschwe­ren – ein Ver­bre­chen, das er und sei­ne Immo­bi­li­en­kum­pa­ne mög­li­cher­wei­se einen Groß­teil ihres kri­mi­nel­len Lebens lang began­gen haben.
Letz­te Woche erfuh­ren wir, dass die Capi­tal One Bank bereits im Jahr 2021 über 300 Kon­ten der Trump Orga­niza­ti­on geschlos­sen hat, weil, wie sie anga­ben, ihre inter­ne Betrugs­ab­tei­lung ille­ga­le Geld­wä­sche­ak­ti­vi­tä­ten auf­ge­deckt hat­te. Aber in wes­sen Auf­trag?
Aus dem Muel­ler-Bericht und öffent­li­chen Berich­ten wis­sen wir, dass Putin Mil­lio­nen aus­ge­ge­ben und über sozia­le Medi­en sowie durch das Hacken der DNC sein Bes­tes getan hat, um Donald Trump 2016 ins Wei­ße Haus zu brin­gen, und dass er 2020 und 2024 wahr­schein­lich das­sel­be tat. (…)

Zwar ver­bie­tet das Bun­des­recht aus­län­di­schen Regie­run­gen, Bür­gern und Unter­neh­men, Geld aus­zu­ge­ben, um unse­re Wah­len zu beein­flus­sen, doch in Wirk­lich­keit funk­tio­nie­ren Geset­ze nur, wenn es jeman­den gibt, der Straf­ta­ten unter­sucht und sie durch­setzt.
Und Trump zer­reißt gera­de genau jene Insti­tu­tio­nen und Trans­pa­renz­vor­schrif­ten, die wir bräuch­ten, um ein sol­ches Ver­bre­chen auf­zu­de­cken.
Kon­kret hat unser Finanz­mi­nis­te­ri­um – gelei­tet von Trumps Mil­li­ar­därs-Kum­pel Scott Bes­sent – gera­de die­se Woche
eine neue Rege­lung ein­ge­führt, die Putin genau die­se Mög­lich­keit ver­schaf­fen wür­de. Oder jedem ande­ren aus­län­di­schen Olig­ar­chen, der eine Brief­kas­ten­fir­ma nut­zen woll­te, um sich sei­nen ganz eige­nen ame­ri­ka­ni­schen Poli­ti­ker zu kau­fen.

Sena­tor Sher­rod Browns Cor­po­ra­te Trans­pa­ren­cy Act ver­pflich­te­te Unter­neh­men und LLCs dazu, dem Finan­cial Cri­mes Enforce­ment Net­work (Fin­CEN) des Finanz­mi­nis­te­ri­ums mit­zu­tei­len, wer sie tat­säch­lich besitzt oder kon­trol­liert. Die­se Fern­steue­rung, die oft über meh­re­re Brief­kas­ten­fir­men erfolgt, wird als „wirt­schaft­li­ches Eigen­tum“ bezeich­net. Es geht dar­um, her­aus­zu­fin­den, wer letzt­end­lich von den Akti­vi­tä­ten des Unter­neh­mens oder der LLC pro­fi­tiert.
Die­se Woche hat Bes­sent jedoch eine neue Rege­lung erlas­sen, die nicht nur die­se Anfor­de­rung auf­hebt, son­dern die Behör­de auch anweist, alle Infor­ma­tio­nen über die wirt­schaft­li­chen Eigen­tü­mer, die sie der­zeit über US-Per­so­nen (wie Donald Trump und sei­ne Kin­der) besitzt und die zum Nach­weis frü­he­rer Geld­wä­sche­de­lik­te ver­wen­det wer­den könn­ten, zu löschen.
Das ist von ent­schei­den­der Bedeu­tung, denn durch Geld­wä­sche kön­nen Dro­gen­gel­der, Bestechungs­gel­der, gestoh­le­ne staat­li­che Gel­der, Erlö­se aus Steu­er­hin­ter­zie­hung oder Gel­der von sank­tio­nier­ten Olig­ar­chen durch Unter­neh­men, Treu­hand­ge­sell­schaf­ten, Immo­bi­li­en, Ban­ken, Casi­nos und zahl­rei­che Trans­ak­tio­nen geschleust wer­den, bis es außer­or­dent­lich schwie­rig, wenn nicht gar unmög­lich wird, her­aus­zu­fin­den, wer das Geld ursprüng­lich bereit­ge­stellt hat. (…)

Trump steckt offen­bar schon seit einem Groß­teil sei­ner geschäft­li­chen Lauf­bahn bis über bei­de Ohren in Geld­wä­sche. Wäh­rend er die rund 400 Mil­lio­nen Dol­lar, die er von sei­nem Vater erhal­ten hat­te, ver­prass­te, wand­te er sich nach meh­re­ren Insol­ven­zen wie­der­holt an rus­si­sche und ande­re Olig­ar­chen, um sich über genau die­se Art von Immo­bi­li­en­trans­ak­tio­nen, die das Finanz­mi­nis­te­ri­um nun nicht mehr prü­fen wird, finan­zi­ell über Was­ser zu hal­ten.
Im Jahr 2015 gab Trumps Taj-Mahal-Casi­no vor­sätz­li­che und wie­der­hol­te Ver­stö­ße gegen die Bun­des­ge­set­ze zur Geld­wä­sche­be­kämp­fung zu. Fin­CEN ver­häng­te gegen  Trump  eine Geld­stra­fe von 10 Mil­lio­nen Dol­lar, weil er sich aus irgend­ei­nem unbe­kann­ten Grund nicht ein­mal die Mühe gemacht hat­te, die vor­ge­schrie­be­nen Auf­zeich­nun­gen zu füh­ren, die die kri­mi­nel­le Geld­wä­sche über sei­ne Casi­nos auf­ge­deckt hät­ten. (…)

Neh­men wir also an, Putin oder einer sei­ner Kum­pa­ne schüt­tet Mil­lio­nen an schmut­zi­gem rus­si­schem Geld in ein Unter­neh­men in die­sem Land, das die­ses Geld dann an eine ame­ri­ka­ni­sche Brief­kas­ten­fir­ma über­weist, die von einem Trump-Ver­trau­ten geführt wird, und die­se wie­der­um das Geld „legal“ (gemäß Citi­zens United) in einen Trump-nahen Super­PAC, sagen wir „Patrio­tic Ame­ri­cans for Free­dom LLC“, ein­flie­ßen lässt, um poli­ti­sche Wer­bung, Wahl­kampf­maß­nah­men vor Ort usw. zu finan­zie­ren.

In der vor­ge­schrie­be­nen FEC-Mel­dung heißt es, das Geld stam­me von „Patrio­tic Ame­ri­cans for Free­dom LLC“, aber wer steckt hin­ter die­ser Fir­ma, die den Wahl­kampf finan­ziert? Genau die­se Fra­ge soll­ten die Geset­ze zum „wirt­schaft­li­chen Eigen­tum“ beant­wor­ten – doch nun wer­den sie dazu füh­ren, dass jedem Repor­ter, Ermitt­ler oder jeder Straf­ver­fol­gungs­be­hör­de, die ver­sucht, dem nach­zu­ge­hen, die Tür vor der Nase zuge­schla­gen wird. Und die FEC selbst ist gelähmt und kann nichts dage­gen unter­neh­men. (…)

Wir haben es … mit einem Regime zu tun, das von einem Mann ange­führt wird, der einen Groß­teil sei­nes Ver­mö­gens durch undurch­sich­ti­ge aus­län­di­sche Gel­der – offen­bar zum Groß­teil aus Russ­land – ange­häuft hat, und nun unter­gräbt er unse­re Mög­lich­keit, zu erken­nen, wer dahin­ter steckt. Und er löscht alle bis­he­ri­gen Unter­la­gen, die einen Hin­weis auf sei­ne eige­nen frü­he­ren Ver­bre­chen hät­ten geben kön­nen.

Für Putin wären ein paar hun­dert Mil­lio­nen Dol­lar, die er in eine US-Wahl steckt, nur Klein­geld – eben­so wie für den mör­de­ri­schen Dik­ta­tor von Sau­di-Ara­bi­en oder jedes ande­re Land, das sich ein bestimm­tes Ergeb­nis von Trump oder sei­nen kor­rup­ten Spei­chel­le­ckern in der GOP wünscht.

Und wir wis­sen, dass die­se aus­län­di­schen Mil­li­ar­dä­re und Dik­ta­to­ren ein gro­ßes Inter­es­se dar­an haben, wie unser Sys­tem funk­tio­niert; wenn dem nicht so wäre, wür­den sie nicht buch­stäb­lich Mil­li­ar­den von Dol­lar in die Geschäf­te der Trump-Fami­lie ste­cken, von Trumps Kryp­to­wäh­rung bis hin zu Jareds Invest­ment­fonds.

Ver­ges­sen Sie „Make Ame­ri­ca Gre­at Again“; Trump setzt alles dar­auf, die Geld­wä­sche – die mög­li­cher­wei­se die Quel­le sei­nes finan­zi­el­len Über­le­bens wäh­rend sei­ner Insol­ven­zen in den 90er Jah­ren und Anfang der 2000er Jah­re war – wie­der groß zu machen.

Dies ist wahr­lich die kor­rup­tes­te Regie­rung in der ame­ri­ka­ni­schen Geschich­te.

Fort­set­zung am kom­men­den Don­ners­tag, den 27. August

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Mattiello am Mittwoch 26/32
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