Heute hat wieder einmal Thom Hartmann, der unermüdliche und unerschrockene Kritiker der Trump-Regierung das Wort. Hartmann war vor seiner Karriere als Historiker der Geschichte der USA, als Journalist und Radiomoderator ein engagierter Mitarbeiter in der von Gottfried Müller gegründeten, weltweit tätigen Hilfsorganisation Salem International, u.a. auch in Deutschland. Das gibt ihm das moralische Recht, die Verdorbenheit der aktuellen amerikanischen Oligarchie anzuprangern.
Hier ein Auszug aus einem seiner letzten Kommentare zum Thema “menschliche Raubtiere”: (Hervorhebungen durch Hartmann)
… das Problem, mit dem wir Amerikaner nun konfrontiert sind – eines, mit dem Bürger moderner Nationen in verschiedenen Teilen der Welt seit Jahrhunderten zu kämpfen haben –, ist, dass unsere Regierung, die von psychopathischen Raubtieren übernommen und seitdem von ihnen geführt wird, selbst zum Raubtier geworden ist, anstatt Schutz zu bieten.
Zum Beispiel JD Vance, der einst stolz darüber schrieb, wie er und seine Schwester von Lebensmittelmarken (SNAP-Leistungen) lebten, als sein Vater die Familie verließ und seine Mutter Medikamente aus dem Pflegeheim stahl, in dem sie arbeitete – ist nun „aktiv daran beteiligt, amerikanischen Kindern, die genau wie er waren, ihre SNAP-Leistungen zu entziehen …“
Und nun übergibt unsere Bundesregierung persönlich Bescheide mit dem Wortlaut „Sie haben möglicherweise gegen Bundesgesetze verstoßen“ an Menschen, die kritisiert haben, dass die ICE in Minneapolis amerikanische Bürger ermordet hat.
Das ist es, was heute in Amerika geschieht: Die Trump-Familie, republikanische Politiker, riesige Monopolkonzerne und die Epstein-/Oligarchen-Klasse saugen Milliarden aus uns heraus und drohen uns gleichzeitig, wenn wir protestieren. Die Top-Schlagzeile in der gestrigen Online-Ausgabe von The New York Times lautete beispielsweise:
„Trump hat einen Milliarden-Dollar-Deal im Bergbau abgeschlossen. Seine Söhne werden davon profitieren.“
Ausbeutung ist mittlerweile auch zum neuen amerikanischen Geschäftsmodell geworden; alles scheint auf Ausbeutung ausgerichtet zu sein, um uns auszubeuten. (…)
So sieht die Lage in Amerika heute aus. Das Trump-Regime und ganz allgemein die von den Republikanern kontrollierten Bundesstaaten (die fast ausnahmslos die ärmsten sind und die höchsten Raten an Analphabetismus, Armut, sexuell übertragbaren Krankheiten, ungewollten Schwangerschaften, Mord, Vergewaltigung und anderen Gewaltverbrechen aufweisen) sind zu Raubtieren geworden.
Sie setzen die Waffen des Diebstahls und der Gewalt (die unsere Regierung legal besitzt) gegen uns Bürger ein, wenn wir gegen ihre modernen Formen der Ausbeutung protestieren: ihre Korruption, die Gewalt der ICE, die Förderung räuberischen Unternehmensverhaltens und die allgemeine Manipulation des Systems zugunsten der Epstein-/Milliardärsklasse und der Politiker, die diese in der Hand hat.
Nun stellen wir fest, dass sogar Menschen, die gegen die ICE und andere Übergriffe des Trump-Regimes protestieren, verhaftet und zu jahrzehntelangen Haftstrafen verurteilt werden, dass Menschen, die über diese Skandale berichten, Besuche des DHS (Ministerium für innere Sicherheit) erhalten, um sie einzuschüchtern, und dass das Trump-Regime verspricht, die bevorstehenden Wahlen zu manipulieren.
Eine riesige Gefahr sieht Hartmann in der sich verstärkenden Konzentration der Medien in den Händen von Oligarchen und zitiert, um die Bedeutung unabhängiger Medien zu unterstreichen, aus einem Brief von Thomas Jefferson, dem hauptsächlichen Verfasser der Unabhängigkeitserklärung, an einen Freund:
Da die Grundlage unserer Regierungen die Meinung des Volkes ist, sollte es das allererste Ziel sein, dieses Recht zu wahren; und wenn es mir überlassen wäre, zu entscheiden, ob wir eine Regierung ohne Zeitungen oder Zeitungen ohne Regierung haben sollten, würde ich keinen Moment zögern, Letzteres vorzuziehen.
Deshalb ist die Übernahme bzw. Kontrolle unserer Nachrichten- und Social-Media-Plattformen durch krankhaft reiche Raubtiere der Epstein-/Milliardärsklasse – deren erste Loyalität ihren Standesgenossen und nicht der Demokratie gilt – so gefährlich sowohl für unsere Republik als auch für die Armen und das, was von unserer Mittelschicht noch übrig ist.
Deshalb hat das 50 Jahre währende, von amerikanischen Oligarchen finanzierte Projekt, unsere Gerichte (insbesondere den Obersten Gerichtshof) mit Speichelleckern und Ideologen zu besetzen, rechte Medienimperien aufzubauen und die Kontrolle über unsere Universitäten und öffentlichen Schulen an sich zu reißen, unserer Gesellschaft so großen Schaden zugefügt – sei es durch Schulmassaker, Frauen, die sterben, weil Ärzte Angst haben, lebensrettende reproduktive Gesundheitsversorgung zu leisten, oder bei arbeitenden Familien, die zusehen müssen, wie ihre Kinder ein Land erben, in dem es weniger Rechte und weniger Chancen gibt und das immer näher an den ökologischen Kollaps getrieben wird.
Was tun wir also?
:Fortsetzumg am kommenden Donnerstag, den 9. Juli
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