In seinem neuesten Blog-Artikel macht sich der Theologe Matthew Fox Gedanken zum Begriff “institutionelle Gewalt” in den USA. KI definiert ihn so:
Institutionelle Gewalt bezeichnet Gewalt, die nicht von einzelnen Personen ausgeht, sondern aus den Strukturen, Regeln und Machtverhältnissen von Institutionen, — in diesem Fall von der aktuellen Trump-Regierung:
● Was die ICE in Minneapolis und darüber hinaus tut, was regelmäßig auf unseren Bildschirmen übertragen wird, ist eine Zurschaustellung institutioneller und militärischer Gewalt gegenüber einfachen Bürgern und angehenden Bürgern oder Einwanderern. Wie es auf der Freiheitsstatue heißt: „Gebt mir eure Müden, eure Armen, eure zusammengepferchten Massen, die sich nach Freiheit sehnen.“
● Der Bau von Konzentrationslager-ähnlichen Gefängnissen ist institutionelle Gewalt, ebenso wie die Entscheidung jedes republikanischen Kongressabgeordneten, für 140 Milliarden Dollar zu stimmen, um diese zu finanzieren. (im Bild die bestehenden und geplanten ICE-Einwanderungshaftanstalten)
● Die Abschaffung von USAID ist institutionelle Gewalt. Wenn der reichste Mann der Welt (Elon Musk, der im Namen Trumps handelt) Millionen der ärmsten Kinder der Welt tötet, indem er ihnen AIDS- und TB-Medikamente und Nahrung vorenthält – das ist institutionelle Gewalt.
● Wenn Religion „Macht über“ anstelle von „Macht mit“ setzt und Mitgefühl und Gerechtigkeit unterdrückt – das ist institutionelle Gewalt.
Symbolisch dafür kann wohl das unermüdliche Trommeln des Kriegsministers Hegseth für den Krieg im Iran und Trumps “Praise be to Allah” stehen.
Foto von Jesus Christus beim Abfeuern eines Mörsers, das angeblich auf einem Armeestützpunkt gefunden wurde. Ein Unteroffizier der Armee meldete den Vorfall einer Organisation, die seit Jahren für die Bearbeitung militärischer Fälle mit religiösem Hintergrund bekannt ist.
„Trump und Hegseth setzen sich verfassungswidrig über die Militärdoktrin hinweg, indem sie die mächtigste säkulare Streitmacht der Welt in eine weiße, christlich-nationalistische Miliz verwandeln. Damit untergraben sie die Legitimität unseres Militärs sowohl im Inland als auch im Ausland. Aus Gründen der nationalen Sicherheit müssen sie gestoppt werden.
„Ihr Versuch, das Militär zu radikalisieren, ist keineswegs theoretischer Natur; Hegseth hat mehr als genug Hinweise darauf hinterlassen, dass er einen Kreuzzug anstrebt. Schließlich hat er sein eigenes Buch American Crusade genannt. In dem Buch lehnt Hegseth die Trennung von Kirche und Staat ausdrücklich als ‚linke Folklore‘ ab. Seine eigenen Tattoos – das Jerusalemkreuz und der Schriftzug ‚Deus Vult‘ (Gott will es) – sind historische Schlachtrufe der Kreuzzüge. (ganzer Artikel hier)
● Und wenn sie faschistische Bewegungen unterstützt, sei es Opus Dei oder „christlicher Nationalismus“ oder Kriege nach eigenem Ermessen oder bestimmte Kandidaten für den Obersten Gerichtshof, dann ist das institutionelle Gewalt plus Heuchelei.
Jesus fand deutliche Worte für diejenigen, die solche Dinge im „Namen Gottes“ tun.
Soweit Matthew Fox. Man könnte hinzufügen:
● Wenn das Oberste Gericht in den USA in Louisiana die Wahlkreise zugunsten der weissen Mehrheit ändert, wie soeben geschehen, ist das institutionelle Gewalt.
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