Der ame­ri­ka­ni­sche Theo­lo­ge Matthew Fox ist birsfälder.li-Leserinnen und Lesern seit län­ge­rem bekannt. Auch er gehört wie Thom Hart­mann oder Robert Reich zu den klar sehen­den Kri­ti­kern der Regie­rung Trump und sei­ner Macht­ba­sis, der MAGA-Bewe­gung. Hier ein Aus­zug aus sei­nem Blog-Arti­kel vom 20. Juli:

Ein ame­ri­ka­ni­scher Prä­si­dent pre­digt den Tod der ame­ri­ka­ni­schen Demo­kra­tie

… In der Hei­li­gen Schrift heißt es: „Ich lege euch Leben und Tod vor. Wählt das Leben.“ Das Leben ist eine Ent­schei­dung. Und vol­ler Ent­schei­dun­gen. MAGA ent­schei­det sich offen­bar jedes Mal, wenn es kann, bei jeder sich bie­ten­den Gele­gen­heit für den Tod. Dies geschieht durch den Abbau von Umwelt­schutz­maß­nah­men (EPA) und von Schutz­maß­nah­men für gefähr­de­te Arten (EPS).

Am Don­ners­tag letz­te Woche hielt Trump sei­ne “Rede an die Nati­on”, in der er die Lüge von der gestoh­le­nen Wahl 2020 zum x‑ten Mal wie­der­hol­te und Zwei­fel dar­an säte, dass es in der kom­men­den Kon­gress-Wah­len mit rech­ten Din­gen zuge­hen wer­de. Die Absicht dahin­ter ist klar.

… Ange­sichts der Rede des Prä­si­den­ten am Don­ners­tag­abend ist MAGA ein­deu­tig dabei, den Tod der ame­ri­ka­ni­schen Demo­kra­tie zu wäh­len. Es ist eine kla­re, absicht­li­che und bewuss­te Ent­schei­dung im Gan­ge, die Wah­len in Ame­ri­ka zu been­den.

Wie? Mit erfun­de­nen Geschich­ten, die durch 62 Urtei­le ame­ri­ka­ni­scher Gerich­te wider­legt wur­den. Jeder Vor­stoß wur­de abge­wie­sen.

Wir neh­men Anstoß an dem berühm­ten Slo­gan der ira­ni­schen Regie­rung aus den letz­ten 47 Jah­ren – „Tod für Ame­ri­ka“. Doch genau die­sel­be Bot­schaft erhal­ten wir vom Wei­ßen Haus selbst und allen sei­nen MAGA-Unter­stüt­zern. Dazu gehö­ren Hun­der­te von Kon­gress­ab­ge­ord­ne­ten, die ihre See­le ver­kauft haben, um zu ihrem gelieb­ten Füh­rer zu ste­hen (und dadurch angeb­lich ihre Jobs zu behal­ten). Und die zu sei­ner jüngs­ten Rede schwei­gen.

Am 6. Janu­ar 2021 sta­chel­te der Prä­si­dent Tau­sen­de dazu an, auf das Haus der Demo­kra­tie selbst zu mar­schie­ren, um den Wahl­pro­zess gewalt­sam zu stür­zen, mit einem Gal­gen, um den Vize­prä­si­den­ten zu hän­gen, der es gewagt hat­te, sei­nem ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Eid treu zu blei­ben.

Der­sel­be Prä­si­dent begna­dig­te am ers­ten Tag sei­ner Amts­zeit im Jahr 2025 fast 1.600 die­ser gewalt­tä­ti­gen Ran­da­lie­rer. Und kürz­lich ver­such­te er, einen Schmier­geld­fonds in Höhe von 1,8 Mil­li­ar­den Dol­lar an Steu­er­gel­dern ein­zu­rich­ten, um ihnen eine Ent­schä­di­gung für ihre Stra­pa­zen im Gefäng­nis zu gewäh­ren. Und wie­der herrsch­te größ­ten­teils Schwei­gen im MAGA-Kon­gress.

„Tod der Demo­kra­tie“ bedeu­tet den Tod des Wahl­zu­gangs für Mil­lio­nen und den Tod Ame­ri­kas, wie es seit 250 Jah­ren ist oder zu sein ver­sucht hat. …

War­um ist MAGA so sehr mit Nekro­phi­lie ver­bun­den? War­um herrscht heu­te Nekro­phi­lie im Wei­ßen Haus, im Kon­gress und am Obers­ten Gerichts­hof? Erich Fromm kam zu dem Schluss, dass Faschis­mus aus einem tief­sit­zen­den Selbst­hass ent­steht. Adri­en­ne Rich stell­te fest, dass das Patri­ar­chat mit „fata­lis­ti­schem Selbst­hass“ beginnt.

Der Faschis­mus ist eine Art logi­sche Fol­ge eines außer Kon­trol­le gera­te­nen Patri­ar­chats, das sei­ne Gren­zen über­schrei­tet, sich selbst zu ernst nimmt und mit unge­zü­gel­ter Gewalt vor­geht. Daher bezeich­net Sus­an Son­tag den Faschis­mus als „insti­tu­tio­nel­le Gewalt“.

Was wir am Don­ners­tag­abend von der Spit­ze der ame­ri­ka­ni­schen Regie­rungs­py­ra­mi­de zu hören beka­men, war insti­tu­tio­nel­le Gewalt und ein Berg von Lügen, ein­ge­setzt mit der Lei­den­schaft, die Demo­kra­tie mit allen Mit­teln zu zer­stö­ren.

Das Ziel besteht dar­in, bei den nächs­ten Wah­len die Vor­aus­set­zun­gen dafür zu schaf­fen, dass die pri­va­te Miliz des Prä­si­den­ten in Wahl­lo­ka­le ein­drin­gen und Stimm­zet­tel weg­schaf­fen kann.

Die­sel­be Miliz unter der Füh­rung des­sel­ben Man­nes, die – mit 70 Mil­li­ar­den Dol­lar von einem gefü­gi­gen und eif­ri­gen MAGA-Kon­gress finan­ziert – seit zwei Jah­ren in ame­ri­ka­ni­sche MAGA-Städ­te ein­fällt.

Fort­set­zung am kom­men­den Don­ners­tag, den 30. Juli

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