Fort­set­zung der Zusam­men­fas­sung von Dr. Whit­ton zu den Erfahrun­gen der Zwis­chen­leben sein­er Proban­den im Bar­do-Zus­tand zwis­chen zwei Inkar­na­tio­nen:
Die Erken­nt­nis über den eige­nen Plan kann eine große Ent­täuschung sein. Eine Dispo­nentin bei einem Tax­i­un­ternehmen, die unter starken emo­tionalen Prob­le­men und Min­der­w­er­tigkeits­ge­fühlen litt, fühlte sich zu Großem berufen, wenn sie sich nur an ihren Zwis­chen­leben­s­plan erin­nern kön­nte. Das Metabe­wusst­sein offen­barte jedoch, dass ihr Zweck in diesem Leben lediglich darin bestand, zu ler­nen, ihre emo­tionalen Schwierigkeit­en mit anderen Men­schen zu über­winden. Es stellte sich her­aus, dass ihre Grandiosität ihren Min­der­w­er­tigkeit­skom­plex kom­pen­sierte. Ent­täuscht von dem, was sie als banal emp­fand, wurde sie so verzweifelt, dass ihr Anti­de­pres­si­va ver­schrieben wer­den mussten. Obwohl schmerzhaft, ermöglichte ihr diese Kon­fronta­tion mit ihrer per­sön­lichen Pla­nung let­z­tendlich, die Auf­gabe fortzuset­zen, die sie sich selb­st gestellt hat­te.

Diejeni­gen, die wieder­holt daran scheit­ern, große Her­aus­forderun­gen in ihrem Leben zu meis­tern, wer­den vom Richter­gremi­um dazu gedrängt, sich in ähn­liche Sit­u­a­tio­nen zu begeben, bis sie diese Her­aus­forderun­gen erfol­gre­ich bewältigt haben. Men­schen, die Selb­st­mord bege­hen, wer­den in der Zwis­chen­welt häu­fig von einem Gefühl der Angst erfasst; sie wis­sen, dass sie zurück­kehren müssen, um sich mit dem Schwierigkeits­grad auseinan­derzuset­zen, der zu ihrem vorzeit­i­gen Ver­lassen der Erde geführt hat.
Eine Probandin, Dok­torandin der Ernährungswis­senschaften, erfuhr durch eine Unter­suchung ihrer ver­gan­genen Leben, dass sie seit 2000 Jahren nicht in der Lage war, mit dem Gefühl des Ver­lassen­wer­dens umzuge­hen. In diesem Leben entwick­elte sie eine extreme Abhängigkeit von ihrem Sohn und erlitt fast einen Ner­ven­zusam­men­bruch, als er von zu Hause aus­zog, um zu studieren. Das Metabe­wusst­sein offen­barte ihr, dass sie erneut ihre eigene Prü­fung nicht bestanden hat­te und dass sie sich so lange ähn­liche Sit­u­a­tio­nen schaf­fen musste, bis sie diese beson­dere Schwäche über­wun­den hat­te.

Pläne kön­nen sog­ar während ein­er Inkar­na­tion drastisch geän­dert wer­den. Dies zeigt sich am Beispiel eines Proban­den namens Steve Logan, der als junger Mann äußerst neg­a­tive Gefüh­le gegenüber seinem Vater hegte und ihn nur sel­ten in dem Pflege­heim in Mia­mi besuchte, in dem er schw­er krank lag. Ein­mal jedoch hat­te Steve das Gefühl, dass etwas Wichtiges auf dem Spiel stand, und fühlte sich dazu gedrängt, seinen Vater zu besuchen. Als er im Pflege­heim ankam, fand er den alten Mann sehr krank und an ver­schiedene lebenser­hal­tende Geräte angeschlossen vor. Als Steve allein an seinem Bett stand, bemerk­te er, dass sein Vater Schwierigkeit­en beim Atmen hat­te, weil sich der Beat­mungss­chlauch gelöst hat­te. Diese Sit­u­a­tion stellte Steve vor ein Dilem­ma: Er kon­nte entwed­er eine Kranken­schwest­er rufen, um das Leben seines Vaters zu ret­ten, oder er kon­nte wegse­hen und ihn ster­ben lassen. Nach kurzem Über­legen ran­nte er aus dem Zim­mer und rief nach ein­er Kranken­schwest­er, die den Schlauch hastig wieder anlegte.

Einige Jahre später, im Alter von 29 Jahren, hat­te Steve einen schw­eren Fahrradun­fall in ein­er kleinen Stadt in Ore­gon. Er wurde von einem Last­wa­gen seitlich erfasst und hat­te großes Glück, mit einem gebroch­enen Ober­schenkel davonzukom­men. Erst als Steve Anfang vierzig war, wurde er in die Metabe­wusst­seinsstufe geführt, um die Verbindung zwis­chen diesen bei­den Ereignis­sen zu erfahren, die bei­de in sein­er Zwis­chen­leben­pla­nung eine Rolle gespielt hat­ten. Er berichtet:
Mein karmis­ches Drehbuch besagte ein­deutig, dass der lebens­bedrohliche Vor­fall mit meinem Vater ganz sich­er eine sehr wichtige Prü­fung war, die ich mir selb­st aufer­legt hat­te. Wenn ich ihm seine Ver­fehlun­gen mir gegenüber – die sich offen­bar über mehrere Leben erstreck­ten – vergeben kön­nte, würde ich nicht bei dem Fahrradun­fall ums Leben kom­men. Der Plan sah vor, dass ich auf­grund meines früheren Ver­hal­tens meinen Vater ster­ben lassen würde.

Es scheint, dass diejeni­gen, die Pläne für mehrere kom­mende Leben geschmiedet haben, fest entschlossen sind, ihren eige­nen evo­lu­tionären Fortschritt voranzutreiben. Diese entschlosse­nen Wesen sprechen davon, den größten Teil der Bar­do-Phase mit irgen­dein­er Art von Studi­um zu ver­brin­gen. Mate­ri­al­is­tis­che See­len hinge­gen bericht­en davon, dass sie beim ersten Anze­ichen des Zwis­chen­todes schnell wieder in einen Kör­p­er zurück­kehren, während diejeni­gen, denen es an Ehrgeiz man­gelt, oft ein­schlafen, sobald sie vor dem Richter­stuhl erscheinen, um schließlich den Druck zu spüren, wieder in einen irdis­chen Kör­p­er zurück­zukehren.

Der Erwerb von Wis­sen im Zwis­chen­tod bere­it­et die Seele auf ihre näch­ste Inkar­na­tion vor und gibt ihr die Möglichkeit, das Gel­ernte in die Prax­is umzuset­zen. Nur durch prak­tis­che Anwen­dung kann Meis­ter­schaft erlangt wer­den. Die meis­ten Proban­den von Dr. Whit­ton sahen sich in riesi­gen Lern­sälen mit Bib­lio­theken und Sem­i­nar­räu­men bei der Arbeit. Ärzte und Anwälte berichteten beispiel­sweise, dass sie während des Zwis­chen­todes ihre jew­eili­gen Fachge­bi­ete studierten, während andere sich mit The­men wie „den Geset­zen des Uni­ver­sums” und anderen meta­ph­ysis­chen The­men beschäftigten. Einige Men­schen bericht­en sog­ar von Fäch­ern, die sich jed­er Beschrei­bung entziehen, weil es ihnen auf der Erde keine Entsprechung gibt. Eine Frau berichtete indi­rekt von ihren Nach­forschun­gen, um den Weg zu Gott zu find­en …

Wir sind nach Gottes Eben­bild geschaf­fen, und die Idee ist, dass wir gottgle­ich wer­den müssen, um zu ihm zurück­zukehren. Es gibt viele höhere Ebe­nen, und um zu Gott zurück­zukehren, um die Ebene zu erre­ichen, auf der sein Geist wohnt, muss man jedes Mal seine Hülle able­gen, bis der Geist wirk­lich frei ist. Der Lern­prozess hört nie auf … Manch­mal wird uns ein Blick auf die höheren Ebe­nen gewährt – jede ist heller und strahlen­der als die vorherige.

Zugegeben, die Vorstel­lung, dass unser jet­ziges Leben von uns sel­ber geplant wurde, um Schwierigkeit­en und Her­aus­forderun­gen zu über­winden und so seel­isch reifer und stärk­er zu wer­den, ist gewöh­nungs­bedürftig. Noch  gewöh­nungs­bedürftiger ist die Auf­forderung, gottgle­ich wer­den zu müssen, um zu zu Gott zurück­zukehren. Aber hat Jesus nicht gesagt: Ich ver­sichere euch: Wer an mich glaubt, wird die Dinge, die ich tue, auch tun; ja er wird sog­ar noch größere Dinge tun. (Johannes 14,12).
Das weckt natür­lich Fra­gen. Was soll denn eigentlich unter Glauben ver­standen wer­den: Für wahr hal­ten oder etwas Tief­eres? Und hat diese Auf­forderung ohne Reinkar­na­tion über­haupt eine Chance der Ver­wirk­lichung?
Wir wer­den auf diese Fra­gen zu einem späteren Zeit­punkt zurück­kom­men. Vor­erst geht es mit Joel Whit­ton weit­er am kom­menden Fre­itag, den 14. Novem­ber.

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