Die Bilder von der Feier zum 80. Geburtstag Donald Trumps gingen um die Welt: eine mit 60 Millionen Steuergeldern finanzierte brutale Prügelei vor dem Weissen Haus, absurderweise mit dem Slogan “Freedom 250” propagiert als Anspielung auf den nächsten Geburtstag: “250 Jahre USA” am 4./5. Juli.
Man reibt sich manchmal die Augen vor der Tatsache, auf welches Niveau die Trump-Regierung inzwischen gesunken ist. Ein amerikanischer Kommentator:
Was Trump den Vereinigten Staaten zu ihrem 250. Geburtstag beschert, ist Demütigung .… Würde irgendein anderes Land das tun, was Trump tut, würde es sofort Spott hervorrufen. Spott und Peinlichkeit prägen nun das Bild der USA in den Augen der Welt.
Der Käfigkampf am Sonntag war Amerikas Pendant zu den Gladiatoren im Kolosseum, bei dem der Masse Brot und Spiele dargeboten wurden, um sie durch den blutigen Sport nach römischer Art abzulenken … Die Vergötterung der Gewalt in voller Pracht. Was für ein erstaunlicher Moment, um an unser 250-jähriges Jubiläum als Nation zu erinnern. Wie weit haben wir uns von den Idealen der Gründerväter entfernt, die eine (zugegebenermaßen unvollkommene) Demokratie als Leuchtfeuer für die Nationen der Welt errichtet haben.
Nach dem Kampf bezeichnete Alan Elrod ihn als den perfekten Höhepunkt des MAGA-Faschismus – eine gewalttätige, frauenfeindliche und grobe Zurschaustellung verächtlicher Politik … eine Bekräftigung faschistischer Politik und ein stillschweigendes Eingeständnis, wie tief wir bereits gesunken sind … ein Spektakel toxischer männlicher Vorherrschaft“, das „die schlimmsten Eigenschaften feiert, die Menschen zu bieten haben”.
Im Grunde genommen wurde mit diesem Spektakel einfach handfest vorgeführt, was Donald Trump von seinem “Ziehvater” Roy Cohn eingebläut bekam. Dessen „Fight-Back“-Strategie bestand darin, nie einen Fehler zuzugeben, alles zu leugnen, sich nie zu entschuldigen und den Gegner einzuschüchtern. Die beste Verteidigung sei ein vernichtender Angriff.
Dem toxischen Männerbild Trumps stellt der Theologe Matthew Fox eine Definition wahrer Männlichkeit entgegen:
Ein Mann übernimmt Verantwortung. Ein Mann hält seine Verpflichtungen gegenüber seiner Familie und seinen Nachbarn ein. Ein Mann tut das Richtige, auch wenn niemand zusieht. Und hier ist, was echte Männer nicht tun. Sie lügen nicht und betrügen sich nicht durch das Leben. Sie verkaufen ihre Seele nicht an den Meistbietenden. Sie bestehlen andere Menschen nicht, um sich selbst zu bereichern…Sie sollen spirituelle Krieger oder Propheten sein, die gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung anderer, insbesondere der Jungen und Schwachen, vorgehen und daran arbeiten, diese zu stärken.
Ein wahrer Mann entwickelt ein „engagiertes, großväterliches Herz“ anstelle eines distanzierten oder „zurückgezogenen Herzens“ und sucht die Rolle eines authentischen Ältesten.
Wahre Männer übernehmen Verantwortung für ihre eigene verwundete Männlichkeit und setzen sich mit der Heilung von Scham und Aggression auseinander. Sie projizieren ihre Schattenseiten nicht auf andere und laufen nicht vor Selbstkritik oder Selbsterkenntnis davon.
Echte Männer dienen anderen. Schwache Männer dienen sich selbst.…
Fortsetzung am kommenden Donnerstag, den 25. Juni
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