
Das meldete bazonline Ende 2024 und erklärte dazu:
Die neue Ortsdurchfahrt mit dem Preisschild von 78 Millionen Franken soll Abhilfe schaffen. Die vom Kanton erstellte Vorlage zählt zu ihren Projektzielen unter anderem eine «hohe Fahrplanstabilität für Tram und Bus» und die «Verbesserung des Verkehrsflusses». Doch ob dies mit den vorliegenden Massnahmen erreicht werden kann, ist zweifelhaft.
So wird in der Vorlage festgehalten: «Die Reisezeit für die Tramlinie 3 bleibt gleich oder wird besser.» Dieser Aussage widersprechen die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) auf Anfrage dezidiert. «Unsere Fachleute gehen davon aus, dass es zu Verzögerungen kommen wird und die Fahrtzeit verlängert werden muss», sagt BVB-Mediensprecher Matthias Steiger. Der ÖV werde grundsätzlich immer ausgebremst, wenn die Trams sich mit den Autos ein Trassee teilen müssten.
Und bis Ende April stand die BVB dem Vorhaben mit der Trassee-Teilung Tram/Auto und den “intelligenten Ampeln” immer noch kritisch gegegenüber:

Wie diese Redaktion berichtete, stören sich die BVB daran, dass künftig die Tramlinie 3 und der Individualverkehr im Zentrum ein Trassee teilen. «Unsere Fachleute gehen davon aus, dass es zu Verzögerungen kommen wird und die Fahrtzeit verlängert werden muss», teilt deren Medienstelle auf Anfrage mit.
Doch kurze Zeit darauf — Simsalabim! — schickt die BVB ihre Fachleute in die Wüste:

Diese Argumentation haben inzwischen auch die BVB übernommen. Auf einem Linkedin-Post hält das Unternehmen am Dienstag fest: «Die BVB stehen dem Vorhaben in Birsfelden positiv gegenüber und unterstützen dieses. Insbesondere begrüssen wir die Massnahmen, welche das Tram weiterhin priorisieren. Indem das Tram bei der Einfahrt ins Zentrum Vortritt erhalte und der übrige Verkehr hinter dem Tram fahre, könne Birsfelden weiterhin flüssig und zuverlässig durchquert werden. Von Verzögerungen ist keine Rede mehr.
Woher kommt der Stimmungswandel? «Während der Erarbeitung des Projekts haben wir verschiedene aus unserer Sicht verbesserungswürdige Punkte eingebracht», erklärt BVB-Sprecherin Selina Meyer. Diese Punkte seien in der Endfassung des Projekts, über welches nun abgestimmt werde, aufgenommen worden. «Aus diesem Grund erachten wir es als sinnvoll, die Stimmbevölkerung aus Sicht der BVB wie auf Social Media geschrieben über die Vorteile des Projekts zu informieren.»
Kurios nur, dass dieser Meinungsumschwung gleich nach der “Antistau-Drämmli-Aktion” erfolgt ist.
Honni soit, qui mal y pense …
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Brigitte
Mai 7, 2026
Danke Max! Hatte den gleichen Gedanken (siehe mein Kommentar bei Drämmli, Drämmli) Bitte dranbleiben!
Hans-Jörg Beutter
Mai 7, 2026
Beni soit, qui mal y pense …