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Sei­nen Lebens­un­ter­halt ver­dien­te Manès Sper­ber in den Nach­kriegs­jah­ren neben sei­nem Enga­ge­ment bis 1948 im Fran­zö­si­schen Gene­ral­kon­su­lat für die besetz­ten Gebie­te als Lek­tor im renom­mier­ten Cal­­man-Lévy Ver­lag, zuerst für deutsch­spra­chi­ge Lite­ra­tur…

Manès Sper­ber kehr­te 1945 nach dem Ende des Kriegs nach Paris zurück, wo er und Jen­ka end­lich hei­ra­ten konn­ten. Dort nahm er sei­ne freund­schaft­li­che Bezie­hung zu André Mal­raux wie­der auf…

Obwohl Manès Sper­ber nach dem kur­zen Lager­auf­ent­halt bei der Fami­lie Mau­rer eine lie­be­vol­le Auf­nah­me erleb­te, Anschluss an die Künst­ler­krei­se in Zürich fand,  Zugang zur Biblio­thek der Muse­ums­ge­sell­schaft erhielt und schliess­lich…

Nach sei­nem geglück­ten Über­gang bei Les Cro­sets im Wal­lis und sei­ner Ankunft in Zürich mel­de­te er sich bei der Kan­tons­po­li­zei, denn er hat­te erfah­ren, dass Flücht­lin­ge, wenn sie min­des­tens zwölf…

Ange­sichts einer immer dro­hen­de­ren Ver­haf­tung mach­te sich Manès Sper­ber schliess­lich auf, um “schwarz” in die Schweiz, in den ret­ten­den Hafen, zu gelan­gen. Freun­de hat­ten ihm eine fal­sche Iden­ti­täts­kar­te ver­schafft, die…

Auch nach der Kapi­tu­la­ti­on kam es noch lan­ge nicht zur Demo­bi­li­sie­rung. Sper­ber schil­dert eine ein­drück­li­che und berüh­ren­de Sze­ne, als er nach dem Ein­tre­ten des Waf­fen­still­stands nach einer reg­ne­ri­schen Nacht in…

Im Dezem­ber 1939 rück­te Manès Sper­ber ein. Mit sei­nem Freund André Mal­raux, der sich einer Pan­­zer-Bri­­ga­­de anschlies­sen woll­te, besprach er Mög­lich­kei­ten, mit­tels ihrer Lebens­part­ne­rin­nen den Kon­takt auf­recht­zu­er­hal­ten. Arthur Koest­ler gab…

Unter Arthur Koest­ler, Hans Siem­sen und Wer­ner Thor­mann als Chef­re­dak­teu­ren erschien die “Zukunft” von 1938 bis Mai 1940 in 81 groß­for­ma­ti­gen Aus­ga­ben. Der Zeit­schrift gelang es, den Groß­teil aller poli­ti­schen…

Rudolf Isler, der Autor der Bio­gra­fie “Manès Sper­ber — Zeu­ge des 20. Jahr­hun­derts” hat die gan­ze Dra­ma­tik des Aus­schei­dens Manès Sper­bers aus der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei klar erfasst, wenn er schreibt:…

Bevor wir uns in der nächs­ten Fol­ge wie­der Manès Sper­ber sel­ber zuwen­den, der 1937 zutiefst des­il­lu­sio­niert vor den Trüm­mern sei­ner Idea­le stand, hier ein letz­ter Aus­zug aus sei­nem Essay “Zur…

Der Füh­rer sagt: Mei­ne Macht ist womög­lich gerin­ger als die jedes ein­zel­nen, der mir folgt. Der ein­zel­ne darf sich irren, und es kann unwich­tig sein, ob er es nach­her zuge­steht oder…

“Füh­rer befiehl, wir fol­gen dir!” — Wer kennt nicht die­sen Ruf von Aber­tau­sen­den, die im Drit­ten Reich damit Adolf Hit­ler hul­dig­ten! Wo liegt der Unter­schied zum Begriff “Dik­ta­tor”? Ist der…

Sper­ber macht deut­lich, dass eine Dik­ta­tur ohne die Mit­ar­beit oder die Pas­si­vi­tät eines sub­stan­ti­el­len Teils der Bevöl­ke­rung nicht mög­lich ist. Hier ein paar wei­te­re Aus­zü­ge aus sei­ner Schrift “Zur Ana­ly­se…

Die Tyran­nis kann nicht ent­ste­hen ohne die Zustim­mung wenigs­tens eines Teils des Vol­kes, stell­te Sper­ber in der letz­ten birsfaelder.li-Folge fest, und frag­te nach der psy­cho­lo­gi­schen Wur­zel der Tyran­nis. Hier zwei…

Rudolf Isler, Autor der Mono­gra­phie “Manès Sper­ber, Zeu­ge des 20. Jahr­hun­derts — eine Lebens­ge­schich­te” bringt die inne­re und äus­se­re Situa­ti­on Sper­bers nach dem Bruch mit der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei auf den…

Wie reagiert ein Mensch, der sich über vie­le Jah­re hin­weg mit Haut und Haar einem Ide­al ver­schrie­ben hat, anfäng­lich auf Hin­wei­se und Ereig­nis­se, die mit die­sem Ide­al nicht ver­ein­bar sind…

Bevor Sper­ber 1937 mit der kom­mu­nis­ti­schen Par­tei end­gül­tig brach, enga­gier­te er sich noch ein­mal voll in einem von der Jugend­kom­in­tern gegrün­de­ten Komi­tee, das von Paris aus “eine Welt­be­we­gung der Jugend…

Manès Sper­ber reis­te im Früh­jahr 1933 über Prag und Wien nach Zagreb, wo er im Rah­men sei­ner indi­vi­du­al­psy­cho­lo­gi­schen Tätig­keit von frü­her noch Kon­tak­te hat­te. Er ver­brach­te in Jugo­sla­wi­en ein gutes…

Manès Sper­ber wur­de zum Glück nicht in einen Kel­ler ein­ge­lie­fert, wo SS und SA fol­ter­ten, son­dern fand sich in einer Gemein­schafts­zel­le einer Poli­zei­ka­ser­ne wie­der, immer von der Angst gebeu­telt, dass…

1932 schrieb Manès Sper­ber in sei­nem Arti­kel “Der gegen­wär­ti­ge Stand der Psy­cho­lo­gie”: Wir beken­nen uns somit zum dia­lek­ti­schen Mate­ria­lis­mus, damit natür­lich zur Posi­ti­on des Pro­le­ta­ri­ats, wie sie theo­re­tisch und prak­tisch…

So wie Manès Sper­ber in Wien ein begeis­ter­tes Mit­glied der jüdi­schen Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on Hascho­mer Hatzair war, wur­de er wenig spä­ter ein bedin­gungs­lo­ser Anhän­ger von Alfred Adler und sei­ner Leh­re. In Ber­lin…

Manès Sper­ber hielt Wort: Er ver­tief­te sich in das Werk Adlers, und Adler sel­ber erkann­te in dem früh­rei­fen jun­gen Mann offen­sicht­lich eine Art Natur­ta­lent, das er in vie­len Gesprä­chen bis…

Dem birsfaelder.li-Schreiberling ist heu­te die Zeit davon­ge­lau­fen … Er erlaubt sich des­halb, neben einem Aus­zug aus dem Wiki­­pe­­dia-Arti­kel zu Alfred Adler ein­fach auf drei Links hin­zu­wei­sen, hier, hier und hier…

Um die Jahr­hun­dert­wen­de ent­wi­ckel­te sich in Wien begin­nend mit Sig­mund Freud und sei­ner Psy­cho­ana­ly­se eine neue und revo­lu­tio­nä­re Sicht auf den Men­schen. Begrif­fe wie “Es, Ich, Über-Ich” began­nen lang­sam in…

Wenn es einen poli­ti­schen Akti­vis­ten gibt, den man nicht locker in irgend­ei­ne welt­an­schau­li­che Schub­la­de steckt, kann man als per­fek­tes Bei­spiel Gus­tav Land­au­er nen­nen. Er war Sozia­list und Anar­chist, aber gleich­zei­tig…