Unter dem Titel »Recht­fer­ti­gung und Dro­hung« konn­ten Sie am 4. Juli 2025 im Birs­fäl­der­pünggt­li lesen:
»bz Basel: Herr Reber, wäre ein Nein eine Kata­stro­phe?
Reber: Die Alter­na­ti­ve ist, dass sich die Arbei­ten über Jah­re erstre­cken wer­den und es eben­falls teu­er wird. Ein biss­chen weni­ger teu­er als jetzt – aber sämt­li­che Ver­bes­se­run­gen wür­den eben­falls weg­fal­len: die Ver­kehrs­steue­rung, die Ver­flüs­si­gung des Ver­kehrs, die Sicher­heits­mass­nah­men, die Auf­ent­halts­qua­li­tät. Was bleibt, wäre ein Wust an Arbei­ten, die wir trotz­dem machen müss­ten. Von Tras­ses über Hal­te­stel­len bis zur Stras­se und den Werk­lei­tun­gen.«

Wer sagt denn, dass im bestehen­den Pro­jekt nichts Brauch­ba­res steht? Mit dem NEIN zur jet­zi­gen »Neu­en Orts­durch­fahrt« wür­de nur eine neue Pla­nung ohne Krei­sel, ohne ver­misch­te ÖV-Tras­ses und ohne Hal­te­stel­len­ver­schie­bung im Zen­trum not­wen­dig und schon viel bewir­ken.
Das heisst: mit etwas gutem Wil­len wäre vie­les in kur­zer Zeit ver­än­der­bar und mach­bar.

Alles Schwat­zen über jah­re­lan­ge Rück­schrit­te und jah­re­lan­ge Bau­zei­ten grenzt an Arbeits­ver­wei­ge­rung, sogar an Nöti­gung. Das Bun­des­ge­richt [134 IV 216, Sei­te 216] sagt:
»Die wei­te Umschrei­bung des Nöti­gungs­tat­be­stands von Art. 181 StGB hat zur Fol­ge, dass nicht jedes tat­be­stands­mäs­si­ge Ver­hal­ten bei Feh­len von Recht­fer­ti­gungs­grün­den auch rechts­wid­rig ist. Viel­mehr bedarf die Rechts­wid­rig­keit bei Art. 181 StGB einer zusätz­li­chen, beson­de­ren Begrün­dung. Eine Nöti­gung ist unrecht­mäs­sig, wenn das Mit­tel oder der Zweck uner­laubt ist oder wenn das Mit­tel zum ange­streb­ten Zweck nicht im rich­ti­gen Ver­hält­nis steht oder wenn die Ver­knüp­fung zwi­schen einem an sich zuläs­si­gen Mit­tel und einem erlaub­ten Zweck rechts­miss­bräuch­lich oder sit­ten­wid­rig ist […] Bei der Beur­tei­lung der Rechts­wid­rig­keit ist den ver­fas­sungs­mäs­si­gen Rech­ten der Betei­lig­ten Rech­nung zu tra­gen […].«

Wie schon am 2. Dezem­ber 2025 im Birs­fäl­der­pünggt­li zu lesen war, wäre wohl eine Tram­hal­te­stel­le im Zen­trum mög­lich. Anstel­le der Krei­sel sind die von den Refe­ren­dums­geg­nern und den BVB so hoch­ge­lob­ten intel­li­gen­ten Ampel­an­la­gen ja schon geplant. Sie bräuch­ten dann einen neu­en Algo­rith­mus.

Freue mich auf neue, anti­zi­pa­ti­ve (QP PRISMA) Pla­ner, Stras­sen­pla­ner, etc.

Und zum Schluss noch dies:
»Anti­zi­pa­ti­on bedeu­tet,
sich für Hand­lun­gen frei zu machen,
bevor ihre Unbe­re­chen­bar­keit ein­tritt.«

(?)

Also Bit­te:

USA - alternative Geschichten 16
Alles gemalt, nichts gelogen

Deine Meinung