Lehrkräfte, Lehrerinnen und Lehrer, im Nachfolgenden vereinfacht LuLs genannt, sind sich ja schon einiges gewohnt.
Die Schule soll Anstand lehren, Französisch lehren, Informatik lehren, Erkennen von Fake-news lehren, …
Und Bundesrat Pfister (und seine Armee wahrscheinlich) möchten nun via »Sicherheitspolitische-Strategie« die Schule auch weiter einspannen.
Dort steht zum Beispiel auf Seite 37:
»Massnahme 2
Bekämpfung von Beeinflussungsaktivitäten und Desinformation
Der Bund überprüft bestehende Lehrpläne auf Inhalte und Initiativen, die für die Herausforderungen der Desinformation in Zusammenhang mit der politischen Bildung relevant sind. Darüber hinaus wird die Regulierung grosser Kommunikationsplattformen mit Transparenzmassnahmen und Risikoanalysen dazu beitragen, Beeinflussungsaktivitäten und ihre Wirkung einzudämmen. All diese Massnahmen dienen der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Resilienz.«
Im BLICK vom 12. Januar 2026 konnte man lesen:
»Extra neues Lehrmittel geschaffen – zur geistigen Aufrüstung
Bundesrat Pfister will schon Schüler auf die Armee einschwören
Mit einem neuen Lehrmittel will Pfister das Bewusstsein für die aktuelle Bedrohungslage schärfen. Das Ganze aber wirkt wie eine Werbebotschaft für die Armee.

Gesellschaft soll widerstandsfähiger werden
Verteidigungsminister Martin Pfister (62) möchte der Bevölkerung seine Sicherheitspolitik daher schon in jungen Jahren einimpfen. Bei der Präsentation der neuen Strategie kündigte er an, an Schulen Lehrpläne überprüfen lassen zu wollen. Gerade für Junge sei es wichtig, den Umgang mit Desinformation in sozialen Medien zu lernen. Die Gesellschaft müsse widerstandsfähiger werden.
Doch damit nicht genug. Zusammen mit der Pädagogischen Hochschule Luzern und den kantonalen Erziehungsdirektoren hat die Armee extra ein neues Lehrmittel erarbeitet. Das Zielpublikum: Schülerinnen und Lehrlinge von 15 bis 19 Jahren. So sollen das Bewusstsein für Bedrohungen und Gefahren geschärft sowie Handlungsfähigkeit und Solidarität der Bevölkerung in Notlagen erhöht werden.« Das Lehrmittel, die Broschüre können Sie sich kostenlos downloaden, erzählt auf rund 80 Seiten viel über Vergangenheit, Zukunft, Realität und Fiktion der Schweizer Sicherheitspolitik und Sicherheitsstrategie. Also von Helden, Spionen, Landesverrätern, usw.
Beim schnellen Durchblättern stiess ich auf Seite 42 auf den Titel
»HENRI GUISAN Aus einer Zwangslage zum Helden?«.
Dies, weil in der letzten Zeit auch einige Kritik an der Arbeit des Generals publik wurde. Zum Beispiel in einer dreiteiligen Serie in der Wochenzeitung (WOZ): Teil 1, Teil2, Teil3.
Wenn natürlich der ganze historische Teil gleich unsorgfältig gestaltet wurde, kann man sich auch fragen, wie transparent und ehrlich diese Informationen sind. Klar, in der Werbung kann ja einiges übertrieben werden. In der Geschichtsschreibung allerdings nicht.
Das ganze Paket beinhaltet auch eine Broschüre »Informationen für die Lehrpersonen« und eine ergänzende Website. Es ist zu hoffen, dass dort sorgfältiger gearbeitet wurde.
Ich denke, die ganze Sache wird schon noch zu reden, zu hören und zu schreiben geben … Fortsetzung folgt?
(Titelbild aus »Mattiello, cartoons politstrips«, Lenos Presse 1974
Und zum Schluss noch dies:
»Natürlich kann man sagen, dass es rund läuft,
wenn man sich im Kreis dreht …«
(???)

