Dieses Zitat des Schweizer Schriftstellers Max Frisch aus dem Jahr 1965 beschreibt die historische Fehleinschätzung im Umgang mit Gastarbeitern. Und es scheint ein Grossteil unserer Bevölkerung hat aus der Geschichte, wie so oft, nichts gelernt.
Nun will die SVP mit ihrer sogenannten Nachhaltigkeitsinitiative zurück zu genau solchen Zuständen.
Ausländerinnen passen ihnen als »Arbeitskräfte«, aber nicht als Mütter. Keine Mitnahme der Kinder, wenn die Schweiz nach ihrer Meinung im Dichtestress steht. Oder müssen Kinder wie in den 1960/70/80/90er Jahren in der Illegalität aufwachsen?
Das Saisonnierstatut wurde erst 2002 abgeschafft. Heute gilt dieser Schritt als eine der wichtigsten sozialen Errungenschaften der Schweiz im 21. Jahrhundert.
Bei dieser Abstimmung geht es deshalb auch um die Frage, welche Art von Land wir sein wollen.
Eines, das aus einem dunklen Kapitel der Geschichte gelernt hat?
Oder eines, in der sich die Vergangenheit wiederholt?

Früher waren die SVPler noch etwas ehrlicher. Sie zeigten mit ihren Plakaten z.B. 2014 wo sie sich positionieren. Auch im Stil rechts der Rechten.

Heute schleimen sie sich mit bodenständigen, liebevollen Machwerken ein, unter Missbrauch des Begriffs »Nachhaltigkeit«. So quasi schaut, so seriös und nett sind wir. Irgendwo auf dem Plakat SVP gesehen? Eigentlich schlimm, wenn man sich nicht mehr traut zu seinem Sünnelisignet zu stehen …
Diese 10-Millionen-Schweiz-Initiative gehört mit einem kräftigen NEIN bachab geschickt.
Und zum Schluss noch dies:
»Ihr vermischt Arbeitsmigration mit Flüchtlingen.
Das ist einfach nicht ehrlich.«
(Yvonne Bürgin, Nationalrätin Mitte)


Christoph Meury
Mai 19, 2026
Es ist bei alle politischen Vorlagen, welche von Rechts kommen natürlich immer der gleiche Vorgang. Die rechtsnationalen Kräfte bis weit zur Mitte besetzen die Lücken und bewirtschaften die systemischen Schwachstellen. Damit übernehmen sie die Deutungshoheit bei den meisten politischen Themen. Damit versetzen sie die fortschrittlichen, linken und eventuell noch linksliberalen Kräfte immer in die Defensive. Zudem geben sie das Tempo und die politische Agenda vor. Daher sind alle Gegner*innen der SVP und ihrer anverwandten Kräfte im Hintertreffen und die SP, die Grünen, etc. dackeln den politisch virulenten Themen hinterher. Wenn man dem politischen Gegner nicht einen Schritt voraus ist, hat man bereits an politischem Terrain verloren. Wir brauchen also Vordenker, nicht Nachdenker und wir müssen das Tempo proaktiv erhöhen.
Hans-Jörg Beutter
Mai 19, 2026
Vordenken ohne Nachdenken bleibt schierer Nachvollzug
(halte nix vom «Flucht-nach-vorne»–Modus … und am Paradigma der schieren Merkantilisierung – in Franken und Rappen – erkenne ich keinerlei Zukunftsorientierung)
Bremsen sei eine konstruktive Aktivität in den Zeiten der globalen Überhitzung (und der betonten Geschichtslosigkeit des globalen Trumpismus)
Otto Schwarzenbach
Mai 20, 2026
Das Parlament in Bern verfügt seit je über eine komfortable bürgerliche Mehrheit. Wenn sich genau diese Kreise über zu viel Migration beschweren, haben sie sich dies damit selber zuzuschreiben. Es ist zu billig und faktenwidrig andere dafür verantwortlich zu machen.
Das globale Migrationsproblem lässt sich langfristig nur lösen, wenn in den Herkunftsländern die Lebensqualität einigermassen ok ist und sie Menschen damit eine Perspektive bietet. Sonst wandern sie aus. Das haben Millionen Europäer:innen früher auch gemacht.
Des Pudels Kern sind korrupte, misswirtschaftende, menschenrechts- und demokratieverachtende Regimes die politisch und wirtschaftlich Konsequenzen erfahren müssen. Wer Not und Elend in solchen Ländern sehen möchte, kann die Ausstellung ‘World Press Foto 2026’ im Landesmuseum Zürich besuchen.
Es fängt vor unserer Haustüre an: a) Unterstützen Sie bitte entsprechende Initiativen und/oder Hilfswerke. b)
Gehen Sie bitte am 14. Juni 2026 abstimmen! Jede Stimme zählt!
Hans-Jörg Beutter
Mai 20, 2026
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