Zwei, drei Änderungen liessen sich problemlos in den bestehenden Plänen einbauen.
Wahrscheinlich sogar ohne Mehrkosten. Vielleicht sollte man nur einfach WOLLEN und anschliessend SOLLEN. Da fiele nicht einmal einem Strassenplaner ein Zacken aus der Krone … und auch nicht einem Gemeindepräsidenten.
Die Kreisel
In der Regel werden Kreisel in Verkehrssituationen verwendet, wo mehrere Strassen sich in irgendeiner Form überkreuzen. Dies ist in Birsfelden nicht der Fall. Bei beiden Kreiseln führt nur eine Nebenstrasse in die Hauptstrasse. Also eigentlich nicht einmal richtige Kreuzungen! Solche einfachen Situationen sind leicht durch intelligente Ampelanlagen zu steuern. Die sich z.B. auch erst bei einem bestimmten Verkehrsvorkommen einschalten. Kostet halt etwas.
In der Schweiz sind Kreisel für Velofahrende ein signifikanter Unfallschwerpunkt. Nach Angaben der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) sind zwischen 2017 und 2021 bei über 40 % der Unfälle in Kreiseln Velos oder E‑Bikes involviert.
Durch ihre Übergrösse beschneiden die Kreisel auch die Fussgängerflächen und verlängern die Fussgängerwege!
Für die Bärengässler wäre der Kreisel natürlich das reine Zuckerschlecken. Vielleicht würde aber auch ein bewilligter U‑Turn nach der Tramhaltestelle Bären reichen?
Die Parkplätze
Die Parkplätze vor dem heutigen Coop sind ja wunderbar. Im Quartierplan Prisma sind sie allerdings nicht vorgesehen. Vor dem neuen Birsplatz sind im Quartierplan PRISMA keine Parkplätze vorgesehen. Dafür ist auf den Bildern der Präsentation des Quartierplans PRISMA immer auch die Haltestelle vor dem Birsplatz zu sehen. Und das ist richtig so.
Die Tramhaltestelle Schulstrasse Richtung Hard
Nicht berücksichtigt bei der Anlage der Haltestelle ist der neu aktuelle Quartierplan PRISMA. Die Verschiebung der Haltestelle Richtung Hard wird ja damit begründet, dass vor dem COOP nicht genügend Platz für die »Behindertenhaltestelle« vorhanden sei.
Der notwendige Meter für die behindertengerechte Haltestelle lässt sich gut gewinnen mit dem Rückbau der Rabatte, die sich durch das Birspärklein kompensieren liesse.
Warum eigentlich nicht sogar durch eine Kap-Haltestelle an das Birspärklein des Quartierplans PRISMA anbinden? Der flache Beginn durch die Kap-Haltestelle würde den leichten Anstieg des Pärkleins sogar gut ertragbar machen.
Das wäre eigentlich wirklich einmal Antizipation (vorausschauendes Erkennen zukünftiger Ereignisse)!
Die Zwischenspur von Schulstrasse zum Bären
Über den Sinn mag ich nicht streiten. Fussgängerunfälle ereignen sich in der Regel auf Fussgängerstreifen. Soll sich das mit diesen Inseln tatsächlich bessern?
Ich fordere deren Abschaffung nicht, bezweifle aber deren Nützlichkeit. Auch mit Blick auf Alarmfahrzeuge von Feuerwehr und Sanität.
Da sie allerdings die freie Trasse des Trams beschneiden — Tram im Stau — doch eher nicht!
Solange derartige kleine Verbesserungen als nicht möglich bezeichnet werden, muss ich am guten Willen der Planer und an dem der Politiker zweifeln.
Darum plädiere ich zu einem NEIN für die Neue Ortsdurchfahrt.
Und zum Schluss noch dies:
»Ideen stören,
was es ohne sie gar nicht gäbe.«
(Robert Menasse)

Sie möchten das NEIN zur Ortsdurchfahrt unterstützen, haben aber keine Idee für Ihren Leserbrief?
Sie dürfen diesen Text verwenden, auch nach Ihrem Geschmack etwas verändert: Nicht im Birsfelder Anzeiger! Aber vielleicht in der bz Basel, in der Basler Zeitung oder in der Volksstimme gerne!
Bild: Ausschnitt aus Plakat der Verkehrsliga BS an der Ausstellung »Klebekraft der Demokratie« im Hof des Rathauses Basel


Christoph Meury
Apr. 21, 2026
Da nun eine Abstimmung über das Projekt ansteht, ist der Ablauf klar: Die Stimmbürger*innen können zur Vorlage nur mit Nein, Ja oder einer Stimmenthaltung Stellung nehmen. Dein Geschwurbel als Sidekick-Planer trägt nichts zur Klärung bei und ist reine Abstimmungspropaganda.
Die Zeit für eine Jekami-Planung ist längst abgelaufen.
Franz Büchler
Apr. 21, 2026
Bist du Strassenplaner?
Brigitte Sacchi
Apr. 21, 2026
Was bitte soll daran falsch sein, wenn Franz Abstimmungspropaganda macht? Seine Argumente gegen dieses Projekt sind auf jeden Fall bedenkenswert und düfen durchaus in die Öffentlichkeit getragen/geschrieben werden. Das Pro-Komittee ist ja seinerseits aktiv.
Michel Wagner
Apr. 22, 2026
Andere als Schwurbler zu bezeichnen, dabei in keiner Weise auf deren Argumente einzugehen, ist nicht sehr überzeugend.
Für Leute, die die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben, sind Argumente tatsächlich ein probates Mittel, sich vor einer Abstimmung eine Meinung zu bilden.
Hätte es irgendwann eine „Jekami“-Planung gegeben und einige der Anliegen wären auch nur ansatzweise berücksichtigt worden, dann könnten wir uns jetzt vermutlich die Abstimmung sparen.
Rudolf Zimmer
Apr. 21, 2026
Aber aber Chrstoph Meury, nicht sogheftig! Zu den Kreisel gibt’s doch einiges zu sagen. Kreisel sind vor allem da Kreuzungen mit Ampelsteuerung zu ersetzen. In Birsfelden werden mitten im Zentrum gleich zwei neue grosse Kreisel projektiert, welche vom Tram durchkreuzt werden. Weil der Tramverkehr gesteuert werden muss, entstehen also für viel Geld, paradoxerweise wieder Kreuzungen mit Ampelsteuerung. In der Folge davon wird der Verkehrsfluss gestört und es kommt zu Rückstau im Strassenverkehr wie Dato. Diesen Widerspruch können auch die Planer und Befürworter der kantonalen Finanzvorlage «Neue Ortsdurchfahrt Birsfelden» nicht auflösen.