Im Birsfelder Anzeiger vom 2. April 2026 schrieb Regula Meschberger und am 17. April hakte Urs Buess noch nach:
»Zu viele Unfälle in den letzten Jahren
96 Unfälle gab es in den letzten Jahren auf der Rheinfelder- und der Hauptstrasse sowie der Mündung Muttenzerstrasse, viele mit Verletzten, zum Teil Schwerverletzten. Das
muss aufhören.«
Und nach der Presseorientierung der Befürworter schrieb die bz basel dazu:
»… Hier knallt es regelmässig, es gibt auch Verkehrsunfälle mit Todesfolgen …«
Also tatsächlich in der Mehrzahlform.
Nun die sogenannten letzten Jahre waren immerhin 13 Jahre. Zwischen 2012 und 2025 erfolgten diese Unfälle auf der »alten Ortsdurchfahrt«, einer Strecke von ca. 1300 Metern. Die beiden heben vor allem die Unfälle mit Schwerverletzten oder gar mit Toten hervor. Schauen wir uns das doch einmal genauer an:
• 42 von diesen 96 Unfällen waren ausschliesslich mit Sachschaden.
Das waren Selbst‑, Auffahr‑, Einbiege‑, Abbiege- und Parkierunfälle.
• 45 von diesen 96 Unfälle forderten leichtverletzte Menschen.
Das waren Fussgängerunfälle (in der Regel auf Fussgängerstreifen!), Abbiege- und Einbiegeunfälle.
• 8 von diesen 96 Unfällen forderten schwerverletzte Menschen. (Also im Durchschnitt höchstens einer pro Jahr!)
Davon waren 4 Fussgängerunfälle auf Fussgängerstreifen!
• Einer von diesen 96 Unfällen forderte ein Todesopfer. (Also ein Fall in 13 Jahren!)
Der Unfall geschah auf einem Fussgängerstreifen!
Ganz sicher ist jeder Unfall einer zu viel.
Rechnen wir aber die 96 Unfälle verteilt auf 13 Jahre, dann ist das ein Unfall alle 50 Tage oder 8 Unfälle pro Jahr.
Wer jetzt gross über die vielen Unfälle auf der »alten Ortsdurchfahrt« lamentiert, handelt unlauter, unseriös.
Und ob die »neue Ortsdurchfahrt« alle diese Unfälle verhindern würde, steht irgendwo in die Sterne geschrieben.
Und zum Schluss noch dies:
»Politisieren heisst Angst machen.
Wer am besten Angst machen kann,
hat gewonnen.«
(Alex Gfeller)

Sie möchten das NEIN zur Ortsdurchfahrt unterstützen, haben aber keine Idee für Ihren Leserbrief?
Sie dürfen diesen Text verwenden, auch nach Ihrem Geschmack etwas verändert: Nicht im Birsfelder Anzeiger! Aber vielleicht in der bz Basel, in der Basler Zeitung oder in der Volksstimme gerne!

