Der für Birs­fel­den mar­kan­te Ort vor dem Thea­ter Roxy zwi­schen Rhein­fel­der- und Mut­ten­zer­stras­se (AVIA Tank­stel­le) soll städ­te­bau­lich ent­wi­ckelt wer­den. Seit län­ge­rem lie­gen Pro­jekt­plä­ne für den Bau eines Hoch­hau­ses vor. Dazu muss aber vor­gän­gig die Gemein­de­ver­samm­lung über einen ent­spre­chen­den Quar­tier­plan abstim­men. Genau am glei­chen Ort hat der Kan­ton die Ver­schie­bung der Kreu­zung im Rah­men der Neu­en Orts­durch­fahrt Birs­fel­den geplant. Im Früh­jahr 2018 hat der Kan­ton zusam­men mit dem Gemein­de­rat auf Basis von drei rudi­men­tä­ren Blei­stift­skiz­zen ent­schie­den, dass eine Ver­schie­bung der Kreu­zung zur Unter­füh­rung Ler­chen­gar­ten hin die opti­mals­te Lösung sei. Expli­zit wur­de dabei das Argu­ment einer bes­se­ren städ­te­bau­li­chen Lösung ange­führt. Mit die­ser Ver­kehrs­lö­sung wer­den Fak­ten geschaf­fen, wel­che für eine Are­al­be­bau­ung bin­dend sein wer­den.  Damit sind die Leit­plan­ken für einen Quar­tier­plan gesetzt. Zufall oder Absicht? Der Gemein­de­rat kennt die bereits weit fort­ge­schrit­te­nen Hoch­haus­plä­ne «Am Egg». Eigent­lich soll­ten die­se Plä­ne mit der Bevöl­ke­rung gleich­zei­tig mit dem Stras­sen­pro­jekt zusam­men dis­ku­tiert wer­den. Dies wür­de hel­fen die kom­ple­xen Pla­nungs­zu­sam­men­hän­ge zu ver­ste­hen. Gleich­zei­tig könn­ten sich die Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner Birs­fel­dens ein bes­se­res Bild davon machen, was in den nächs­ten Jah­ren auf sie zukommt. Es reicht nicht, wenn das Pro­jekt Orts­durch­fahrt Grün­flä­chen, Bäu­me und gross­zü­gi­ge Fuss­gän­ger­be­rei­che ver­spricht und gleich­zei­tig wer­den unnö­tig Flä­chen ver­sie­gelt. Das Hoch­haus «Am Egg» wür­de rund­her­um mit Ver­kehrs­flä­chen, auf der einen Sei­te Autos, auf der ande­ren Sei­te Velos, Tief­ga­ra­gen­ein­fahr­ten und Erschlies­sungstras­sen, umgrenzt sein. Aus einer Auf­wer­tung des Aus­sen­rau­mes vor dem Roxy wird dann wohl nichts.

Also, wie­so nicht Stras­sen­pro­jekt und Hoch­haus­pro­jekt gleich­zei­tig dem Stimm­volk vor­le­gen? Natür­lich ste­hen die Chan­cen für ein Hoch­haus­pro­jekt bes­ser, wenn alle Alter­na­ti­ven bereits mit dem Stras­sen­pro­jekt ent­schie­den sind. Also zuerst über das Stras­sen­bau­pro­jekt abstim­men und dann darf die Gemein­de­ver­samm­lung über einen Quar­tier­plan abstim­men. Das nennt sich «Kat­ze im Sack kau­fen».

 

Mattiello am Mittwoch 26/22
Trump Dämmerung 112

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