Ja ich weiss, ich bin möglicherweise naiv.
Am 20. Oktober 2023 schrieb ich an die Bau- und Umweltschutzdirektion BL:
»Gegen das Bauprojekt des Tiefbauamtes zur neugestalteten Ortsdurchfahrt erhebe ich Einspruch — zumindest zu bestimmten Teilen:
Zum Beispiel die neue Einführung der Birseckstrasse in die Rheinfelderstrasse.
Mit einer fragwürdigen Rampe wird versucht das Perimeter für einen Quartierplan »Am Egg« zu arrondieren. Dass dieser Quartierplan zuerst von einer Gemeindeversammlung bewilligt werden muss und auch dem fakultativen Referendum untersteht, wird von den Strassenplanern grosszügig übersehen.
So wird ein »Fait accompli« geschaffen! Der Quartierplan »Am Egg« gehört noch vor der Realisierung der Steilrampe vor die Gemeindeversammlung, impliziert er doch wesentlich die Strassenführung.
Demokratische Rechte müssen gewahrt bleiben …«
Das führte zu einer Verhandlung mit mir in Liestal. Ich habe nach dieser Verhandlung meinen Einspruch nicht zurückgezogen, denn ich fand:
Ein Projekt Ortsdurchfahrt kann nicht auf einem Quartierplan basieren, der noch gar nicht existiert.
Aber dann lese ich im »Bericht der Bau und Planungskommission an den Landrat«:

und

Im »Bericht zum Mitwirkungsverfahren Erneuerung Ortsdurchfahrt Birsfelden«:

und

Das heisst die Planer planen »arschkalt« mit einem Quartierplan, der zwar in ein paar Köpfen von Strassenplanern und Immobilienhengsten existiert, zu dem es aber weder Pläne noch Vernehmlassung, noch Gemeindeversammlungsentscheid, noch fakultatives Referendum gibt.
Aber offenbar sind demokratische Rechte den Strassenplanern und dem Birsfelder Gemeinderat einfach Wurst.
Zudem ist dieser Pfahl in der Landschaft einfach nicht schön!
Und zum Schluss noch dies:
»Demokratie heisst
Entscheidung durch die Betroffenen.«
(Carl Friedrich von Weizsäcker)


Christoph Meury
Mai 29, 2026
Wenn der Bürger, die Bürgerin dazu verdammt wird sich nur als «Sand im Getriebe« Gehör zu verschaffen und sich nur noch mit Einsprachen, Petitionen, etc. artikulieren kann, dann ist etwas schief in der Verwaltung und in der Politik und der aktive Einwohner wird von der Verwaltung zu einem Nonvaleur degradiert. Das ist nicht statthaft!
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Entweder haben die Politiker*innen, die Verwaltung und die selbstherrlich agierenden Technokraten, das falsche Fussvolk, oder wir die falsche Regierung.
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Wer der Meinung ist, dass man ab jetzt mit Dekreten und konstruierten Sachzwängen durchregieren kann, ist apriori eine Fehlbesetzung.
Chapeau Franz! Für deine Standhaftigkeit!
Trotzdem! Wer bei Hochhäusern immer Phalussymbole sieht und in heilige Erregung gerät, hat ein therapeutisches Problem….
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Würde man auf diesem Niveau agieren, müsste man bei den Überbauung mit Einfamilienhäusern von mäandernden EFH-Metastasen und Grünraum fressenden Ungeheuern reden.
Das wollen wir doch nicht!
Rudolf Zimmer
Mai 29, 2026
Birsfelden wird langsam aber sicher das neue Rocheareal! Wo sich die Stararchitekten gegenseitig mit Höhen-Renditenmetern übertrumpfen.
Darüber ein Deckmäntelchen im Quartierplan mit X‑Prozent gemeinnützigen Mietzinsen. Wer überprüft und wer kontrolliert diese? Neue Fachstelle des Gemeinderates?
Ich frage mich, welchen Wert hat eigentlich noch der rechtsgültige Zonenplan und das Zonenreglement, welche dadurch elegant ausgehebelt werden!
Hans-Jörg Beutter
Mai 29, 2026
Galgenhumor:
Zumindest die Intransparenz war akribisch geplant
(während die Gedanken um die Kreisel kreiselten)
Hans-Jörg Beutter
Mai 29, 2026
so eine ungute Altmänner-Sache halt – die niedliche Headline hat mich sehr erheitert 😁
(obwohl der Gegenstand ja eher gfürchig ischt – da schiesst doch so allerhand ins Kraut)
so typisch: ausgerechnet ein nicht wirklich unbekannter Türmlibauer zu Basel erhebt in seinem persönlichen Wohnumfeld – EFH-Groove – Beschwerden gegen einen Turmbau 😜
(war halt nicht seiner … muss als Erklärung hier reichen 🤣)