Kan­di­da­tin Moni­ca Gschwend sag­te 2014 im bz-Inter­view: »Wich­tig ist ein­zig, dass die bür­ger­li­che Domi­nanz wie­der her­ge­stellt wird.« Das scheint auch heu­te wie­der der Fall zu sein.
Was damals dazu zu sagen war, kön­nen Sie im Pünggt­li nach­le­sen.

Auch heu­te »bür­ger­licht« es wie­der. Auf dem Pla­kat von Noch­nicht­re­gie­rungs­rat Mat­thi­as Liech­ti sind sie alle drauf, die soge­nannt bür­ger­li­chen Par­tei­en: SVP, FDP, Mit­te.

Das scheint mir im Moment kuri­os. Die SVP — eine sehr rechts ste­hen­de Par­tei, die das aber immer lie­ber ver­ste­cken möch­te — steht mit ihrer offi­zi­el­len Gesin­nung in fast allen Punk­ten ent­ge­gen den ande­ren Par­tei­en, das heisst Dau­er­op­po­si­ti­on, Ver­wei­ge­rung von Kom­pro­mis­sen, etc.

»Die Metho­de ist so alt wie die Macht­ge­set­ze des Poli­ti­schen. Ver­wen­det wird sie von links bis rechts, von Lenin wie von Goeb­bels – und von vie­len gewinn­ori­en­tier­ten Wahl­kämp­fern in demo­kra­ti­schen Län­dern. Aber passt sie zur beson­de­ren Demo­kra­tie der Schweiz?
Eigent­lich ganz und gar nicht. Denn die schwei­ze­ri­sche Ver­fas­sung und die durch sie beding­ten Pro­blem­lö­sungs­pro­zes­se sind struk­tu­rell auf Kom­pro­miss, Inte­gra­ti­on und dar­um auf ver­mit­teln­de, über­grei­fen­de, mög­lichst alle Inter­es­sen­grup­pen berück­sich­ti­gen­de Ergeb­nis­se gerich­tet«, sagt Georg Koh­ler, eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor für poli­ti­sche Phi­lo­so­phie der Uni­ver­si­tät Zürich.

Was treibt die FDP und die Mit­te an, Steig­bü­gel­hal­ter zu sein? Ist es ihre Angst bei den nächs­ten Wah­len nicht mehr genü­gend soge­nannt »bür­ger­li­che Stim­men« zu bekom­men?

Und zum Schluss noch dies:
»In jedem Moment der Ent­schei­dung
ist das Bes­te, was Sie tun kön­nen, das Rich­ti­ge,
das Nächst­bes­te ist das Fal­sche,
und das Schlimms­te, was Sie tun kön­nen,
ist nichts.«
(Theo­do­re Roo­se­velt)

Erektionsstörung?
Wir riefen Arbeitskräfte,
und es kamen Menschen.

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