Alle diese gemachten Krisen wie
der Krieg im Iran um die Ölvorherrschaft der USA,
die Bereicherung der Regierenden überall.
das Klimadesaster auf der ganzen Welt,
die Verschuldung vieler Staaten mit Entwicklungsdefiziten,
das Verelendenlassen grosser Bevölkerungsgruppen
und das alles nur für den globalen Kapitalismus und die Dominanz
von ein paar Multimilliardären und ihre Mitläufer.
Verhiess der Kampf gegen die Klimakrise vor zehn Jahren im Konferenzzentrum des Pariser Vororts Le Bourget die Rettung der Welt, so haben mächtige Spieler aus Politik und Wirtschaft diesen z.B. in der Auto-Frage zur Bedrohung für die Wirtschaft umgedeutet (Reframing heisst das).
»Die EU-Kommission zieht die Notbremse: Verbrennerverbot 2035 vom Tisch«, titeln die Oberösterreichischen Nachrichten. »Autobranche kann aufatmen«, jubelt Bild.
Zehn Jahre nach Paris klingt ein Rückschritt fürs Klima plötzlich wie ein Erfolg.
Könnte es sein, dass Herren wie Trump, Thiel, Bezos, Musk und dergleichen diese Krisen bewusst anzetteln, dass wir unser Klima schlicht und einfach vergessen?
Und zum Schluss noch dies:
»In Wahrheit erleben wir
nicht den Triumph der fossilen Wirtschaft,
sondern ihren Todeskampf, den Moment also,
in dem ein tödlich verwundetes Raubtier
noch einmal alles mobilisiert, was ihm bleibt:
Zähne, Krallen, Gebrüll, Gewalt …«
(Claudia Kemfert)

