Die neue Ortsdurchfahrt soll uns mehr Sicherheit bringen …
… durch mehr Sicherheit für Velos im Kreisel?
… durch eine Steilrampe für Velofahrer?
… weil durch Mehrzweckstreifen die Ortsdurchfahrt für Blaulichtfahrzeuge erschwert wird?
Die neue Ortsdurchfahrt soll den Verkehr verflüssigen …
… durch Abschaffung des eigenen Tramtrasses?
… durch ampelgesteuerte Kreisel?
Die neue Ortsdurchfahrt verbessert die Aufenthaltsqualität …
… durch Verengung der Fussgängerbereiche durch zu grosse Kreisel?
… durch die Haltestellenverschiebung weg vom Ortszentrum in Richtung Endstation?
Viele dieser fragwürdigen Nichtverbesserungen könnten eigentlich wirklich mit wenigen Änderungen an diesem Projekt verbessert werden. Man müsste nicht einmal die ganze Planung über den Haufen werfen.
Es bräuchte eigentlich nur zwei drei Dinge:
• Das Hören auf die Bevölkerung,
• das Verbessernwollen
• und die Einsicht, dass Strassenbauer keine Städteplaner sind.

Sie möchten das NEIN zur Ortsdurchfahrt unterstützen, haben aber keine Idee für Ihren Leserbrief?
Sie dürfen diesen Text verwenden, auch nach Ihrem Geschmack etwas verändert: Nicht im Birsfelder Anzeiger! Aber vielleicht in der bz Basel, in der Basler Zeitung oder in der Volksstimme gerne!
Bild: Altes Abstimmungsplakat von Georg Albrecht Mayer an der Ausstellung »Klebekraft der Demokratie« im Hof des Rathauses Basel


Roland Schacher
Apr. 15, 2026
Bravo, Franz.
Du hast es eifach verständlich klar auf den Punkt gebracht. Danke.
Monika Zech
Apr. 16, 2026
Sind pensionierte Lehrer Städteplaner? Aber klar, es geht um Birsfelden und wie die unendliche Geschichte der Zentrumsplanung zeigt, gibt es hier bei jedem Projekt Verhinderer und Besserwisser, oft sind sie beides. Als Velofahrerin und Einwohnerin im „unteren“ Birsfelden wäre jedenfalls sehr dankbar um eine richtige Velospur, ebenso, wenn ich nicht mehr an einer Ampel für das Überqueren der Hauptstrasse auf das Grün warten muss, bis ich schwarz werde. Und nicht zu unterschätzen: die dringend notwendige Aufhübschung des Ortbilds durch die Neugestaltung mit den Bäumen. Aber klar, das interessiert die im „oberen“ Birsfelden nicht. Hauptsache, sie können so die weiteren Pläne (zb das geplante Hochhaus beim Coop) verhindern. Das könnte vielleicht ein Schätteli auf ihr Häuschen werfen.
Franz Büchler
Apr. 16, 2026
Ich weiss nicht, ob vielleicht eine pensionierte Redaktorin, eine bessere Städteplanerin ist, als ein pensionierter Lehrer. Aber lassen wir das mal weg, Lehrerschelte passt ja immer gut.
Was meine Meinung zum Quartierplan PRISMA ist, da wirst du dich noch wundern — obwohl ich dieses Gebäude wahrscheinlich nicht mehr erleben werde. Ich liebe dieses Gebäude. In kurzer Zeit hier im birsfälder.li!
Christoph Meury
Apr. 17, 2026
Man kann sich das Dafür und Dagegen um die Ohren hauen, aber daraus entsteht kein verwertbarer Kompromiss. Letztlich ist die gesamte Birsfelder Städteplanung ein einziger Murks und wird in den vorliegenden Varianten weder die Mobilitätsproblematik lösen noch neue Lebens- und Wohnqualitäten schaffen.
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Die überbordende zukünftige Bautätigkeit wird die Lebensräume weiter verengen und die verschiedenen Barbershops, Nailstudios sowie die übrigen Retail- und Dienstleistungsbetriebe noch stärker unter Druck setzen oder gar verdrängen.
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Die Boulevard-Qualität entlang der Hauptstrasse existiert nur noch auf der Design-Ebene, in animierten Bildern und in den imaginierten Vorstellungen dilettierender Stadtplaner*innen. Ein paar Bäume und ein Veloweg werden uns die gewünschte Aufenthaltsqualität nicht zurückbringen.
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Auch Maximalforderungen in alle Richtungen werden die Planer*innen nicht in die Knie zwingen und sie zur nötigen Einsicht sowie zur erforderlichen Sorgfalt bewegen.
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Vielleicht wäre die Devise «Reduce to the max» – und ein stärkerer Fokus auf das Gespräch über Lebens- und Aufenthaltsqualitäten zielführender.