Bei der JUSO-Initia­ti­ve »Initia­ti­ve für eine Zukunft« kommt end­lich wie­der ein­mal die Erb­schafts­steu­er in die Dis­kus­si­on. Das war Zeit, in einer Zeit, in der eini­ge Weni­ge hor­ren­de Ver­mö­gens­ge­win­ne und hor­ren­de Ein­kom­men ein­fah­ren.
Die meis­ten Erb­schaf­ten der Über­rei­chen beruh­ten schon immer auf nicht selbst erar­bei­te­tem Ver­mö­gen, und auch die Erben erhal­ten ein Ver­mö­gen, für das sie kei­nen Fin­ger krumm machen muss­ten.
Als dann die Geg­ner der Initia­ti­ve, eben die Über­rei­chen, damit argu­men­tier­ten, das sei eigent­lich nur Neid, der hier das Zep­ter führt, kam mir in den Sinn, dass ich irgend­wann in mei­ner Jugend gelernt hat­te, dass Neid eine der sie­ben Tod­sün­den sei.

Dazu hat Hie­ro­ny­mus Bosch (1450–1516): Die Sie­ben Tod­sün­den und in den Ecken die vier letz­ten Din­ge (Tod, Gericht, Him­mel oder Höl­le) gemalt, sie­he Titel­bild.

Doch schau­en wir uns doch ein­mal die­se sie­ben Tod­sün­den an:

1. Super­bia, der Hoch­mut (Stolz, Eitel­keit, Über­mut)
2. Ava­ritia, der Geiz (Hab­gier, Hab­sucht)
3. Luxu­ria, die Wol­lust (Aus­schwei­fung, Genuss­sucht, Begeh­ren, Unkeusch­heit)
4. Ira, der Zorn (Jäh­zorn, Wut, Rach­sucht)
5. Gula, die Völ­le­rei (Gefräs­sig­keit, Mass­lo­sig­keit, Unmäs­sig­keit, Selbst­sucht)
6. Invi­dia, der Neid (Eifer­sucht, Miss­gunst)
7. Ace­dia, die Faul­heit (Feig­heit, Igno­ranz, Über­druss, Träg­heit des Her­zens)

Wenn mich also Über­rei­che wie z.B. »Ban­kier« Tho­mas Mat­ter, SVP, mit sei­ner Mat­ter Group, und Ex-Natio­nal­rat Peter Spuh­ler, SVP, ein­ge­hei­ra­tet in Stad­ler Rail und Prä­si­dent des Ver­wal­tungs­ra­tes als Nei­der und somit als Tod­sün­der emp­fin­den, dann fra­ge ich mich ein­fach:
Wel­che der sie­ben Tod­sün­den trifft denn auf die­se Über­rei­chen zu?

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