Seit einiger Zeit zeigt sich das hart erkämpfte Gartenareal in der Hagnau als trauriges Abrissgelände. Viele Gärten müssen der ARA Birs weichen.
Die ARA Birs ist eine von einigen Institutionen, die Birsfelden nutzen, Birsfelden aber nichts nutzen. Kein Tropfen Birsfelder Abwasser wird hier gereinigt! Es wird einfach Birsfelder Land in Anspruch genommen.
Zahlt die ARA eigentlich Steuern in Birsfelden? Hallo, Politiker und Politikerinnen bitte melden …
Und zum Schluss noch dies:
»Ein Messer ohne Klinge,
an welchem der Stiel fehlt.«
(Georg Christoph Lichtenberg)


Christoph Meury
März 17, 2026
ARA Birsfelden und finanzielle Beteiligung und Entschädigung der Gemeinde Birsfelden
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Franz Büchler thematisiert mit seiner Frage nach einer Entschädigung, oder finanziellen Beteiligung der Gemeinde Birsfelden am ARA-Projekt und der offensichtlich geplanten Erweiterung die richtige und wichtige offene Frage.
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Damit stellt Franz unmittelbar auch die Kardinalsfrage, welche die Politiker*innen in Birsfelden und im gesamten Kanton Basellandschaft eigentlich umtreiben müsste: Wie und mit welchen Projekten kann Birsfelden an den finanziell einträglichen Unternehmungen auf dem Gemeindebann von Birsfelden finanziell partizipieren?
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Zur Erinnerung: Weder der Birsfelderhafen, noch das Kraftwerk Birsfelden und ebenfalls die ARA Birs generieren für die Gemeindekasse von Birsfelden nennenswerte Einnahmen und adäquate Steuern.
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Da Wahlen anstehen (Ersatzwahl von Isaac Reber) stellen sich auch für die Wähler*innen aus Birsfelden unmittelbar die Frage nach dem möglichen Sinn und Nutzen für die Einwohner*innen von Birsfelden. Mit dem Grünen Philipp Schoch steht der erste Regierungsratskandidat in den Startlöchern, den man diesbezüglich befragen könnte.
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Mit welchen Forderungen unterstützt die SP Birsfelden diese Wahl und wie positioniert sich die SP Birsfelden in Bezug auf eigene Kandidaturen, auch für die kommenden Gesamterneuerungswahlen im 2027?
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Meine persönliche Meinung: Prioritär muss der Kanton BL in seiner Finanzpolitik ein paar kräftige Schritte vorwärts machen. Ergo braucht es dafür ein finanzpolitisches Konzept mit einem klaren Leitbild mit erkennbaren Denkanstössen. Mit Floskeln, Parolen und Brusttrommeln bekommt der Kanton keinen wirtschaftlichen Auftrieb.
Der Kanton braucht Lösungen, um wirtschaftlich eigenständig vorwärts zu kommen. Mit dem Hafenareal in Birsfelden/Muttenz stünde ein über 60 Hektaren (entsprechend einer Grösse von 85 bis 90 Fussballfeldern grosses Industrieareal zur Verfügung, welches vom Kanton endlich als Cleantech-Hotspot gepusht werden könnte. Immer noch ist das Areal ein überdimensioniertes Mineralöllager mit eingeschossigen Lagerhallen für die Stahlindustrie und für Logistikfirmen. Da die Pachtzinsen lachhaft tief sind und die ansässigen Firmen hier in Birsfelden auch keinen Geschäftssitz haben, generiert das äusserst gut erschlossene Industrieareal kaum Einnahmen. Dafür profitiert der Kanton minimal, die Gemeinde Birsfelden gar nichts. Damit bleibt Birsfelden in der Position des verarmten Nachbarn und muss von allen Anliegergemeinden weiterhin via Finanzausgleich alimentiert werden. Der Groll in Birsfelden ist gegenüber der Politik in Liestal entsprechend riesig. Zumal auch das Kraftwerk Birsfelden für die Gemeinde kaum Geld abwirft. Und wer, bitteschön, wird gerne als der mittellose Verwandte abqualifiziert? Folglich muss ein zukünftiger Regierungsrat, wenn er die Einwohner*innen von Birsfelden gewinnen will, den potentiellen Wähler*innen auch eine Perspektive vermitteln, welche das Hafenareal in den wirtschaftlichen Fokus rückt und den Birsfelder*innen nicht nur Brosamen verspricht, sondern sie an einem prosperierenden Wirtschaftsraum auch finanziell partizipieren lässt.
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PS1: Auch die eigenen Birsfelder Landrät*innen haben in Liestal bis dato keine nennenswerten Erfolge erzielen können und die Leistungsbilanz in Bezug auf wirtschaftlichen Effort, oder gar «Erfolg« der gewählten Parlamentsvertreter*innen fällt diesbezüglich eher mager aus. Daher befürchte ich, dass einige der Protagonist*innen bei den Gesamterneuerungswahlen 2027 für mich nicht mehr wählbar sind.
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PS2 : Mit dem geltenden «Durchfahrtsregime« haben sich die Birsfelder Politiker*innen tendenziell eher zum Fasnachtssujet 2026 hochkatapultiert. Im Endeffekt: Ausser Spesen und viel medialer Aufmerksamkeit, wenig gewesen…
Alex Gasser
März 17, 2026
Lieber Markus
Mit deinem PS” bin ich nicht einverstanden! Dank des neuen Konzepts sind unsere Quartierstrassen wieder ruhig und sicher. Die Rettung kann wieder hindernisfrei zu den Häusern rund ums AZB fahren, und dabei eventuell auch Leben retten. Ist das nichts wert??
Aber als Bewohner an der Hardstrasse solltest du das doch wissen..
Christoph Meury
März 17, 2026
Lieber Alex
Ich rede nicht von Guerilla-Aktionen vor der eigenen Haustüre.
Mag sein, dass sich das Verkehrsproblem punktuell reduziert hat, aber das Verkehrsproblem insgesamt hat sich damit nur verlagert. Die Autoströme «beglücken« jetzt andere Anwohner*innen.
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Aber! Ich habe (um beim Thema zu bleiben) von den Finanzströmen geschrieben, welche an Birsfelden offensichtlich vorbeifliessen und «fremde« Kassen füllen.
Christoph Meury