Vasant Nara­sim­han, der Chef von Nov­ar­tis, der von der Schweiz ver­langt, dass die Medi­ka­men­te teu­rer wer­den müs­sen, damit sie auch in den USA teu­rer wer­den kön­nen, ver­dien­te in einem Jahr einen Brut­to­lohn von 25’000’000 Fran­ken (in Wor­ten: 25 Mil­lio­nen Fran­ken).

Der Brut­to­lohn ist das Ver­dienst vor Abzug von Steu­ern und Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen (AHV, IV, ALV, Pen­si­ons­kas­se). Er beinhal­tet Grund­ge­halt, Zula­gen, Boni und den 13. Monats­lohn. Nach Abzug der Abga­ben (ca. 14–20 %) ent­steht der Net­to­lohn.
Ver­dienst nach Duden: Aner­ken­nung ver­die­nen­de Tat, Leis­tung.

Der Medi­an­lohn von 7024 Fr. brut­to pro Monat hin­ge­gen ist der Lohn, der genau in der Mit­te liegt, wenn man alle Ein­kom­men der Grös­se nach sor­tiert. Die eine Hälf­te der Men­schen ver­dient mehr, die ande­re weni­ger.
Die 10 Pro­zent der Arbeit­neh­men­den mit den tiefs­ten Löh­nen ver­dien­ten weni­ger als 4635 Fran­ken pro Monat (Tief­lohn) müss­ten rund 450 Jah­re arbei­ten, wäh­rend die am bes­ten bezahl­ten 10 Pro­zent der Arbeit­neh­men­den einen Lohn von über 12’526 Fran­ken pro Monat erhiel­ten und noch immer 166 Jah­re arbei­ten müss­ten, um in die Gegend der 25 Mio. zu kom­men.

Und zum Schluss noch dies:
Es ist nichts Neu­es,
dass das Fres­sen vor der Moral kommt.
Neu ist, wie unver­hoh­len (und unver­fro­ren)
auf das Recht, zu fres­sen, gepocht wird.
(Mat­thi­as Zehn­der)

 

Bild: Screen­shot SRF Tages­schau vom 4. Febru­ar 2026

Manès Sperber - Kämpfer für eine neue Welt 49
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