Das hat man dann vom Zeitunglesen:
Da bringt der Ein­sturz einer Brücke doch tat­säch­lich auch Poli­ti­ker zum Nach­den­ken. Bes­ser gesagt Poli­ti­ke­rin­nen. Zum Bei­spiel die Eli­sa­beth Schnei­ter-Schnei­der von der CVP. Ob mit ihrem Nach­den­ken aller­dings die rich­ti­gen Schlüs­se gezo­gen wer­den, ist für mich fraglich.

Seit fünf Jah­ren lob­by­iert die Frau für öffent­lich-pri­va­te Part­ner­schaf­ten im Infra­struk­tur­be­reich. Das wür­de heis­sen: Pri­va­te erbrin­gen im Infra­struk­tur­be­reich gere­gel­te Lei­stun­gen und erhal­ten im Gegen­zug Nut­zungs­ge­büh­ren, wie wir das ja etwa von Ita­li­en oder Frank­reich her kennen.
»Öffent­lich-pri­va­te Part­ner­schaf­ten kom­men in der Schweiz nicht zum Flie­gen,« sagt Frau Schnei­ter-Schnei­der, und »Der Unfall (in Genua) hat sicher Ein­fluss auf die Dis­kus­si­on in unse­rem Land …« (Was das mit Flie­gen zu tun hat?)
Zuletzt wur­de das Pro­blem von ihr bei der Dis­kus­si­on um die Finan­zie­rung der zwei­ten Gott­hardröh­re auf­ge­tischt. Sie argu­men­tier­te dabei, im Abstim­mungs­kampf sei­en Befürch­tun­gen laut gewor­den, das Mili­ar­den­pro­jekt könn­te dem Staat zu vie­le Mit­tel zur Finan­zie­rung ande­rer dring­li­cher Vor­ha­ben entziehen.

Wun­der­bar. Die ein­ge­spar­ten Mit­tel wür­den dann für dring­li­che­re Vor­ha­ben wie Kampf­flug­zeu­ge, Steu­er­sen­kun­gen für Rei­che, wei­te­re Sen­kun­gen der Divi­den­den­be­steue­rung, etc. ver­wen­det werden.
Aber sicher nicht für AHV, SUVA, Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung, Pfe­le­ge­fi­nan­zie­rung und was der und­ring­li­chen Din­ge mehr sind.

So wird auch Schnei­ter-Schnei­ders Lob­by­ing zum ste­ten Trop­fen, der den Stein höhlt. Genau so, wie das seit Jah­ren gepfleg­te Schlecht­re­den der Sozi­al­hil­fe den Aus­druck Sozi­al­hil­fe­be­trü­ger geprägt hat und zum Antrag wie die 30%ige Kür­zung der Sozi­al­hil­fe im Kan­ton Basel-Land­schaft geführt hat. Ein­mal ganz abge­se­hen von den geplan­ten Sozialhilfesheriffs.

Wochenrückblick
Baustelle geht bald in die dritte Woche

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