Eine als mode­ra­te Teil­re­vi­si­on gestar­te­te Geset­zes­ar­beit gefähr­det nach der unge­nü­gen­den Arbeit des Par­la­ments den Arten­schutz als Gan­zes und hat zu einem unaus­ge­wo­ge­nen Resul­tat geführt. Die Natur, geschütz­te Säu­ge­tie­re und Vögel sowie der Tier­schutz kom­men noch mehr unter Druck.
Die Geset­zes­re­vi­si­on zum eid­ge­nös­si­schen Jagd- und Schutz­ge­setz (JSG) schiesst weit über das ursprüng­li­che Ziel des prag­ma­ti­schen Umgangs mit dem Wolf hinaus.

Beson­ders gra­vie­ren­de Punk­te im miss­ra­te­nen Jagdgesetz:

1. Künf­tig kann man unlieb­sa­me, bedroh­te Tie­re töten, noch bevor sie Scha­den ange­rich­tet haben. Allein ihre Exis­tenz reicht aus, um sie dezi­mie­ren zu dür­fen. Tech­no­kra­tisch wird von «Regu­la­ti­on» gesprochen.

2. War es frü­her der Bund, der den Abschuss bun­des­recht­lich geschütz­ter Tie­re geneh­mi­gen muss­te, sol­len in Zukunft die Kan­to­ne über sol­che Abschüs­se ent­schei­den dür­fen. Wild­le­ben­de Tie­re ken­nen jedoch kei­ne Kantonsgrenzen.

3. Die Lis­te an geschütz­ten Tie­ren, die geschos­sen wer­den kön­nen (aktu­ell Stein­bock und Wolf), kann der Bun­des­rat erwei­tern. Dies ohne Par­la­ments­be­schluss oder Volks­ab­stim­mung. Die par­la­men­ta­ri­sche Debat­te zum Jagd­ge­setz zeig­te, wie vie­le wei­te­re geschütz­te Tier­ar­ten betrof­fen sein dürften:
Biber, Luchs, Fisch­ot­ter, Grau­rei­her und Gän­se­sä­ger droht eben­falls der Abschuss.

Argu­men­te Pro Jagdgesetz

Argu­men­te Kon­tra Jagdgesetz

Das ver­schlimm­bes­ser­te Jagd- und Schutz­ge­setz ver­dient ein Nein.

Rudolf Bussmann liest eigene Texte (43)
Mattiello am Mittwoch 20/35

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