Am 15. Juni 2021 haben wir freudig berichtet, dass das Bauge­such für die Wasser­stoff­pro­duk­tion­san­lage auf der Kraftwerkin­sel abgelehnt wor­den ist. Zwar wur­den alle Argu­mente der Ein­sprechen­den unter den Tisch gewis­cht und nur einem Argu­ment stattgegeben: der nicht vorhan­de­nen Zonenkonformität.
Die Freude haben wir im Schlusssatz rel­a­tiviert: »Im Moment ist allerd­ings noch nicht klar, ob die Gesuch­steller dage­gen Ein­sprache erheben werden …«

Nun, die Wasser­stöf­fler haben gegen diese Ablehnung eine Beschw­erde ein­gere­icht. Siehe auch hier.

Nun sind die Ein­sprechen­den aufge­fordert bis am 20. Juli 2021 sich gegen diese Beschw­erde zu wehren. Ob sie es tun?
Wie ver­hal­ten sich die Einsprechenden?
Bitte melden!

Sich­er wird sich der Basel­bi­eter Heimatschutz dage­gen wehren, das heisst er klärt im Moment die näch­sten Schritte ab. Und aus gut unter­richteter Quelle wurde auch bekan­nt, dass der Gemeinde Birs­feldens Abklärun­gen auf Hoch­touren laufen, aber noch nicht abgeschlossen und damit auch noch nicht spruchreif sind.

Und da wir schon beim Basel­bi­eter Heimatschutz sind, in einem ähn­lichen Fall wurde der Basel­bi­eter Heimatschutz schon aktiv. Es ging damals um das Bauge­such für eine Foto­voltaikan­lage auf dem Falt­dach des Kraftwerkgebäudes.
Damals liess die Eid­genös­sis­che Kom­mis­sion für Denkmalpflege EKD ein Gutacht­en erstellen.
Das Gutacht­en kommt zu fol­gen­der Schlussfol­gerung und zum Antrag:
»Auf­grund der oben aus­ge­führten Erwä­gun­gen und der Beant­wor­tung der gestell­ten Fra­gen beantragt die Eid­genös­sis­che Kom­mis­sion für Denkmalpflege, vom Vorhaben gän­zlich abzuse­hen, auf dem Falt­dach der Tur­binen­halle des Kraftwerks Birs­felden Pho­to­voltaik-Pan­els anzubrin­gen. Diese Auf­baut­en wür­den das Kul­tur­denkmal als Ganzes und als inte­gralen Teil der Gesam­tan­lage in sein­er Authen­z­ität und Unversehrtheit schw­er beeinträchtigen.«

Die Wasser­stoff­pro­duk­tion­san­lage ist nicht mehr, wie uns zu Beginn ein­gere­det wurde, eine Sache des Kraftwerks und der IWB. Die Anlage soll von ein­er pri­vat­en Fir­ma »greenH2« betrieben werden.
In der Gesellschaft ist also nicht mehr die Kraftwerk Birs­felden AG vertreten, son­dern nur noch IWB und Fritz Mey­er AG. Also soll eine pri­va­trechtliche Fir­ma im Erhol­ungs­ge­bi­et Birs­feldens eine Wasser­stoff­fab­rik bauen, obwohl es im Hafen genü­gend Platz geben würde.
Und wozu der Wasser­stoff ein­mal dienen soll, kön­nen Sie auf einem Bild auf dieser Web­site sehen (nur dass das Kraftwerk nicht zur Fir­ma gehört!):

Was von dieser Ver­wen­dung für die Mobil­ität des Wasser­stoffs zu hal­ten ist, kön­nen Sie im Birs­fälder­püng­gtli vom 6. Juli 2021 nachlesen.

Und wer wis­sen will, welche Erfahrun­gen in Wyhlen mit der Wasser­stoff­pro­duk­tion­san­lage gemacht wer­den und was sich in der gle­ichen Sache in Augst tut, kann dies in der bz Basel nachlesen.

Es bleibt nun zu hof­fen, dass auch diese Beschw­erde der Wasser­stöf­fler abgelehnt wird.

Vom Leben und Sterben des Grafen Cagliostro 4
Wochenrückblick

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