Die Raben

Über den schwar­zen Win­kel has­ten
Am Mit­tag die Raben mit har­tem Schrei.
Ihr Schat­ten streift an der Hirsch­kuh vor­bei
Und manch­mal sieht man sie mür­risch ras­ten.

O wie sie die brau­ne Stil­le stö­ren,
In der ein Acker sich ver­zückt,
Wie ein Weib, das schwe­re Ahnung berückt,
Und manch­mal kann man sie kei­fen hören.

Um ein Aas, das sie irgend­wo wit­tern,
Und plötz­lich rich­ten nach Nord sie den Flug
Und schwin­den wie ein Lei­chen­zug
In Lüf­ten, die von Wol­lust zit­tern.

Georg Tra­kl

 

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