In unsrer Nachbargemeinde Basel, im benachbarten Kanton Baselstadt, wird seit rund 14 Tagen die Häufung von Demonstrationen diskutiert. Es sollen im letzten Jahr mehr als 350 per anno gewesen sein, also quasi eine täglich. Manchmal finden mehrere an einem Tag statt. Mitgezählt wurden auch Mahnwachen oder Standaktionen.

Besorgte VFFVs (Verein der Freunde des flüssigen Verkehrs) fragen sich, ob auch Verkehrsbehinderungen wie Vogel Gryff, Fasnacht, Stadtlauf; Tattoo-Parade und Quartierfestivitäten (z.B. Blätzbumser Fasnacht) mitgezählt wurden.

Egal, denn: Bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde hierzulande aus den USA eine neue Form des Demonstrierens übernommen, das Sitin, der Sitzstreik. Das konnte durchaus in Hörsäälen, Kirchen oder vor Pforten grosser Betriebe sein, musste nicht unbedingt eine Verkehrsbehinderung, wie die Tramdemos 1969 am Barfi, nach sich ziehen..

Wieder liefern uns nun die USA eine neue Demo-Form. Die auf dem Trottoir-Steh-Plakat-Hochhalte- Demonstration. Gerne zeigen wir hier eine Reihe von Screenshots von CNN und NTV.
Eine Demolösung, gegen welche auch die VFs (Verkehrsfetischisten) nichts mehr einwenden können.

Wir fragen uns: Müssen solche Demos auch angemeldet und bewilligt werden? Jedenfalls fällt uns spontan die Nordseite der Rheinfelderstrasse in Birsfelden ein. Dort ist gegen Abend der Verkehrsfluss derart zäh, dass auch das kleingedruckte (kleingeschriebene) auf Plakaten problemlos gelesen werden kann. Sollte die Abstimmung für eine neue Ortsdurchfahrt durch das Referendum die Abstimmungshürde nehmen, könnten die Texte sogar vom Tram aus gelesen werden.

