Schlagwort:Eigentum

Der Psy­cho­ana­ly­ti­ker und Phi­lo­soph Erich Fromm, der sei­ne letz­ten Lebens­jah­re im Tes­sin ver­brach­te, stamm­te aus einer ortho­do­xen jüdi­schen Fami­lie. Aber er setz­te sich inten­siv mit dem Chri­sten­tum aus­ein­an­der und verstand…

Heu­te ver­las­sen wir die Gedan­ken­gän­ge von Dani­el Loick in “Miss­brauch des Eigen­tums” und wen­den uns im Zusam­men­hang mit den in der letz­ten Fol­ge erwähn­ten gesell­schafts­po­li­ti­schen Expe­ri­men­ten (Anar­chis­mus in Spa­ni­en, Kibbuzim…

Hegel erkann­te bald ein­mal, dass sei­ne The­se, der freie Wil­le des Men­schen sei untrenn­bar mit dem Erwerb von Eigen­tum ver­bun­den, eine Schwach­stel­le hat­te. Die bür­ger­li­che Gesell­schaft, — für ihn der…

Loick postu­liert nun, dass das bür­ger­li­che System des Pri­vat­ei­gen­tums nicht nur den rich­ti­gen Umgang mit dem Besitz beein­träch­tigt, son­dern auch nega­ti­ve Fol­gen für die Besit­zen­den hat: Um die bür­ger­li­che Rechts­per­son als…

Das Kon­zept Hegels, dass ein Mensch über­haupt erst dank der Insti­tu­ti­on des Eigen­tums zu einem frei­en Sub­jekt wer­den kann, ver­wirk­licht sich in der bür­ger­li­chen Gesell­schaft: Weil Eigen­tum für die Realisierung…

Im letz­ten Dezem­ber haben wir uns mit der etwas gewöh­nungs­be­dürf­ti­gen Ansicht Hegels ver­traut gemacht, dass unser Kör­per erst wirk­lich zu unse­rem Kör­per wird, wenn wir ihn bewusst und wil­lent­lich in…

Etwas gewöh­nungs­be­dürf­tig ist die Ansicht Hegels, dass auch unser Kör­per nicht ein­fach uns gehört, son­dern von uns eben­falls wil­lent­lich in Besitz genom­men wer­den muss: Das Sub­jekt muss sei­nen Kör­per als seinen…

Ein ande­rer Phi­lo­soph, der sich Gedan­ken zum Sinn und zur Not­wen­dig­keit von Eigen­tum mach­te, war G.W.F. Hegel. Hegel wies die Spe­ku­la­tio­nen über einen hypo­the­ti­schen “Natur­zu­stand der Mensch­heit” zurück, aus dem…

Es ist den Unter­su­chun­gen des kana­di­schen Poli­tik­wis­sen­schaft­lers James Tul­ly zu ver­dan­ken, die ent­schei­den­de Wur­zel der Eigen­tums­theo­rie John Lockes frei­ge­legt zu haben, — näm­lich die kolo­nia­le. Auf dem nord­ame­ri­ka­ni­schen Kon­ti­nent waren…

Dani­el Loick geht im fol­gen­den auf zwei Kri­ti­ker ein, die es unter­nom­men haben, die Eigen­tums­theo­rie von John Locke einer kri­ti­schen Prü­fung zu unter­zie­hen: die bei­den kana­di­schen Poli­tik­wis­sen­schaft­ler C.B. MacPh­er­son und…

John Locke postu­lier­te, dass die Wand­lung von Gemein­ei­gen­tum zu Pri­vat­ei­gen­tum durch die inve­stier­te Arbeit erfol­ge. Sei­ne Beweis­ket­te: Wenn Pri­vat­ei­gen­tum not­wen­dig ist, um die Früch­te der Erde gebrau­chen zu kön­nen, so…

In sei­ner kur­zen, aber pro­fun­den Schrift “Der Miss­brauch des Eigen­tums” unter­nimmt es der Phi­lo­soph Dani­el Loick, das Kon­zept des Eigen­tums, wie es sich heu­te als selbst­ver­ständ­li­che Grund­la­ge moder­ner Gesell­schaf­ten präsentiert…

Jetzt wäre es schön, wenn Alex­an­der von Pech­mann sozu­sa­gen das Kanin­chen aus dem Hut zau­ber­te und uns die Lösung all jener Pro­ble­me auf dem Prä­sen­tier­tel­ler ser­vier­te, die mit der Priorität…

Der gros­se Stol­per­stein für einen radi­ka­len Wan­del hin zu einer sozi­al wirk­lich gerech­ten Gesell­schaft ist laut Alex­an­der von Pech­mann die aktu­el­le bür­­ger­­lich-kapi­­ta­­li­­sti­­sche Eigen­tums­ord­nung. Deren Garant ist der Natio­nal­staat, wie er…

Alex­an­der von Pech­mann hält apo­dik­tisch fest: Die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen für die leben­de Mensch­heit, im Inter­es­se der kom­men­den Genera­tio­nen das glo­ba­le »System der Pro­duk­ti­on und Kon­sum­ti­on« nach dem öko­lo­gi­schen Prin­zip der Nachhaltigkeit…

Im Abschluss­ka­pi­tel “Stra­te­gien poli­ti­schen Han­delns” macht sich von Pech­mann auf die Suche nach Mög­lich­kei­ten, den gros­sen Wan­del von den jet­zi­gen natio­na­len kapi­ta­li­sti­schen Eigen­­tums-Stru­k­­tu­­ren hin zu einer neu­en Welt­ge­sell­schaft, in der…

Fort­set­zung der Bilanz von Pech­manns, in wel­cher er die Fol­ge­run­gen aus sei­ner Ana­ly­se des Eigen­tum­be­griffs zieht: So kon­se­quent mir die­se Argu­men­ta­ti­on zu sein scheint, die von den tat­säch­li­chen Besitz­ver­hält­nis­sen auf…

Trans­ka­pi­ta­lis­mus mit neo­feu­da­len Struk­tu­ren ver­sus sozi­al gerech­te und demo­kra­ti­sche Welt­ge­mein­schaft: Das ist die Alter­na­ti­ve, vor der wir heu­te ste­hen. Dem gesun­den Men­schen­ver­stand dürf­te wohl ein­sich­tig sein, in wel­che Rich­tung die…

Die Mensch­heit steht in den kom­men­den Jah­ren vor einem Schei­de­weg. Das macht Alex­an­der von Pech­mann deut­lich, wenn er er schreibt, dass im einen Fall der Sou­ve­rä­ni­täts­ver­lust der Natio­nen und ihr Zusam­men­schluss zu…

Imma­nu­el Kant ging von einem Ant­ago­nis­mus der mensch­li­chen Natur aus: Der Mensch habe einer­seits die Ten­denz, sich zu ver­ein­zeln und zu iso­lie­ren, suche jedoch gleich­zei­tig die Gemein­schaft. Er habe also…

Das schwä­che­re Gegen­ge­wicht zum glo­bal agie­ren­den Kapi­tal sind die vie­len Nicht­­re­­gie­­rungs-orga­­ni­­sa­­ti­o­­nen, die nicht den pri­vat­recht­li­chen Regeln der Kapi­tal­ver­wer­tung fol­gen, son­dern die das Mensch­heits­in­ter­es­se ver­tre­ten und in ihrem Han­deln dem Allgemeinwohl…

Von Pech­mann fasst den ent­schei­den­den Schritt hin zu einem demo­kra­ti­schen Welt­staat so zusam­men: Hin­sicht­lich der Eigen­tums­fra­ge ist … das Ver­hält­nis der Ver­ein­ten Natio­nen zu den Natio­nal­staa­ten völ­ker­recht­lich nicht mehr so…

In die­sem par­ti­zi­pa­ti­ven Kon­zept führt der Sou­ve­rä­ni­täts­ver­zicht der Natio­nen — im Gegen­satz zum “Levia­than”, dem Schreck­ge­spenst einer all­mäch­ti­gen “Welt­re­gie­rung” — nicht zu einem Ver­lust der poli­ti­schen Macht. Sie wird ledig­lich ein…

Von Pech­mann bringt den gewich­ti­gen Ein­wand, war­um die Hobbes’sche “Levia­than-Vari­an­­te” mit dem Unter­wer­fungs­ver­trag nie und nim­mer ein Zukunfts­pro­jekt sein darf und kann, so auf den Punkt: .. denn im Hobbes’schen Modell…

Betref­fend die Fähig­keit der aktu­el­len poli­ti­schen Welt­ord­nung, die sich ver­stär­ken­den mul­ti­plen Kri­sen zu lösen, zieht von Pech­mann ein illu­si­ons­lo­ses Fazit: Setzt man … die staat­li­che Sou­ve­rä­ni­tät wei­ter­hin als völ­ker­recht­lich bin­den­des Prinzip…