Schlagwort:Brupbacher

Wir im West­en waren mit ganz­er Seele mit den rus­sis­chen Rev­o­lu­tionären der Okto­ber­rev­o­lu­tion. Wir zit­terten für sie, wie sie sel­ber wohl kaum zit­terten. Denn nun würde ja erst der große…

Am 6. Novem­ber 1917 lasen wir in der Zeitung ein Telegramm, daß Ruß­land von neuem vor einem reak­tionären Staatsstre­ich ste­he, und daß der Jus­tizmin­is­ter die Ver­haf­tung Lenins ange­ord­net habe. Am…

Der Rev­oluzzer soll ein Blatt der kämpfend­en Arbeit­er sein. Er will der Arbeit­er­be­we­gung ihre sozial­is­tis­chen und rev­o­lu­tionären Ide­ale erhal­ten. Er will nicht, dass die Arbeit­er­be­we­gung den Charak­ter ein­er inter­na­tionalen Kulturbewegung…

Wenn man 1914 inner­halb der sozial­is­tis­chen Bewe­gun­gen zwei Antipo­den nen­nen müsste, kön­nte man prob­lem­los Leon­hard Ragaz und Leo Trotz­ki nen­nen. Auf der einen Seite Ragaz, der religiöse Sozial­ist, der festhielt:…

“Alle Räder ste­hen still, wenn dein stark­er Arm es will”, hiess es in einem 1863 von Georg Her­wegh ver­fassten Gedicht. Es war die Vision und Hoff­nung der zweit­en Inter­na­tionale: Falls…

Nach der Rück­kehr aus Rus­s­land war Brup­bach­er pub­lizis­tisch sehr aktiv. Neben dem Buch “Marx und Bakunin” — das ihm wegen sein­er Kri­tik am “Hal­b­gott Marx” den Bannstrahl aller stram­men Marxisten…

Für Fritz Brup­bach­er wurde die Reise nach Archangel­sk — eine weit­ere fol­gte ein Jahr später — in mehrfach­er Hin­sicht wichtig. Er führte wie Lydia das Leben eines rus­sis­chen Ver­ban­nten, hatte…

1909 geri­et Bru­pach­er in eine per­sön­liche Krise. Da war die stetige Über­las­tung als sozial­is­tis­ch­er Arzt: Das Leben eines Arztes ist immer unruhig. Er ist immer auf Wache. Kommt man abends heim, so…

Der wohl wichtig­ste Fre­und Brup­bach­ers war Max Tobler: Max Tobler wohnte mehr als zehn Jahre lang, 1903 bis 1914, mit Brup­bach­er zusam­men an der Baden­er­strasse. Er war zwei Jahre jünger…

Brup­bach­er hat­te James Guil­laume 1905 anlässlich eines Besuchs bei Pjotr Kropotkin ken­nen­gel­ernt. Daraus erwuchs zwis­chen ihm und dem 31 Jahre älteren Guil­laume eine Fre­und­schaft, die bis zu dessen Tod 1916…

Fritz Brup­bach­er hat­te einen grossen Bekan­ntenkreis, aber wenige Fre­unde. Karl Lang schreibt dazu in “Kri­tik­er, Ket­zer, Kämpfer”: Natür­lich war er daran nicht unschuldig. Er stellte hohe Ansprüche, erk­lärte nicht unbesehen…

Brup­bach­ers “Ide­al­is­tis­ch­er Sozial­is­mus” fand in den Parteivorstän­den kein Ver­ständ­nis. Diese Ablehnung beant­wortete er mit ein­er ätzen­den Beschrei­bung des “Politikanten”-Typus: Diese meine Anschau­un­gen stießen auf den heftig­sten Wider­stand bei den Politikanten…

Im Dezem­ber 1906 erschien die erste Num­mer der Zeitschrift “Polis”, her­aus­gegeben von Brup­bach­er und vier weit­eren Autoren. Nur Brup­bach­er und sein Fre­und Max Tobler standen aktiv in der Arbeit­er­be­we­gung, aber…

Fritz Brup­bach­er hat­te Lydia Petrow­na bekan­ntlich als Stu­dentin in Zürich ken­nen­gel­ernt, sich von ihr für sozial­is­tis­che Ide­ale begeis­tern lassen, sich in sie ver­liebt und sie schliesslich geheiratet. Es war allerdings…

Eines Tages wurde den Sol­dat­en, die von der Regierung zur Nieder­schla­gung des Streiks in der Auto­mo­bil­fab­rik Arbenz in Albis­rieden einge­set­zt wur­den, ein schein­bar religiös­es Trak­tätchen, “Die Friedens­glocke”, in die Hand…

Irgend­wann in den 70er-Jahren, als in Basel eine arbeit­er­schaftliche Bib­lio­thek aufgelöst wurde und ich mir auf den Tipp eines Stu­di­enkol­le­gen hin Büch­er holen durfte, fiel mir das bekan­nteste Werk des…

Am 22. Jan­u­ar 1905 kam die Nachricht, daß die Arbeit­er der Putiloww­erke in St. Peters­burg mit dem Popen Gapon an der Spitze vor das Palais des Zaren gezo­gen seien, um…

Die Ent­täuschung Brup­bach­ers angesichts der “klein­bürg­er­lichen” sozialdemokratis­chen Partei­hier­ar­chie war 1904 ver­schwun­den: Ueber­all wuchs das Selb­st­be­wußt­sein der Arbeit­er­schaft; es war, als ob ein ander­er, neuer Geist in die Arbeit­er­schaft ein­dringe, als…

Das heute kaum mehr vorstell­bare Elend in den Arbeit­er­fam­i­lien mit der allzu­grossen Kinder­schar beschäftigte Brup­bach­er immer wieder: Beson­ders an den lan­gen Win­ter­aben­den waren die Bilder aufreizend. Es wurde nicht geheizt…

]eder, der nicht weiss, was tun, kommt zu mir. Ich werde angepumpt, muss Bürge sein, soll Frauen berat­en, die von ihren Män­nern geprügelt wer­den. Ich soll Berufe wis­sen fiir die…

Das Pro­gramm der “anti­reak­tionären Gesellschaft” von Brup­bach­er ist im ersten Artikel zusam­menge­fasst: §1. Ein möglichst erträglich­es Zusam­men­leben mit den Men­schen ist nur möglich, wenn diese in religiösen, wis­senschaftlichen, poli­tis­chen, sexuellen…

Dass Fritz Brup­bach­er sich schon in jun­gen Jahren für die Frauen­e­manzi­pa­tion ein­set­zte, haben wir in der let­zten Folge erfahren. Eines Tages stiess er auf das Buch “Das Weib in seiner…

Karl Lang, Ver­fass­er der 1975 im Lim­­mat-Ver­lag erschienen einzi­gen Biografie über Fritz Brup­bach­er, charak­ter­isierte ihn und sein Wirken im Vor­wort zum Buch so: Wie alle Nonkon­formis­ten ist auch Brup­bach­er schw­er einzureihen…

Wie man kür­zlich den Medi­en ent­nehmen durfte, hat­te die Crédit Suisse — wieder ein­mal — ein kleines Prob­lem zu lösen: Ihr Ver­wal­tungsrat­spräsi­dent wurde schon nach acht Monat­en bei der Bank…