Im Moment sieht es so aus, als mein­ten man­che Men­schen, das fahr­läs­si­ge Anstecken ihrer Mit­men­schen mit mög­li­cher Todes­fol­ge, sei ein Grund­recht, das der Staat zu schüt­zen habe. Vom Inter­net mit Infor­ma­tio­nen über­füt­tert, von Impf­skep­ti­kern ein­ge­wickelt, reagie­ren sie auf Stich­wör­ter wie Imp­fen, Impf­pflicht, Impf­zer­ti­fi­kat, usw., ziem­lich ungehalten:
• Ver­lust der per­sön­li­chen Freiheit!
• Ver­stoss gegen die Menschenrechte!
• Kör­per­li­che Unver­sehrt­heit muss geschützt sein!
• Für eine Imp­fung möch­te ich mich frei­wil­lig ent­schei­den können!
• Abso­lut kei­ne aus­schlies­sen­den Mass­nah­men für Ungeimpfte.
… als sei ein Impfob­li­ga­to­ri­um in der Schweiz ein­ge­führt worden.

Wenn die Pres­se dann mit Arti­keln wie dem obi­gen noch ein biss­chen anheizt, von Grä­ben und Zwei­klas­sen­ge­sell­schaft schreibt, die Geimpf­ten auf­ge­for­dert wer­den mehr Beschei­den­heit und Ver­ständ­nis an den Tag zu legen …
Sor­ry, dann schwin­det bei mir das Ver­ständ­nis lang­sam aber sicher.

Mehr als Ver­ständ­nis habe ich für Men­schen, für die eine Imp­fung aus medi­zi­ni­schen und psy­chi­schen Grün­den nicht mög­lich ist. Wer nur Angst vor dem Piecks hat … nun auch gegen Flug­angst gibt es erfolg­rei­che Behand­lun­gen, sicher auch gegen Piecksangst …

Kein Ver­ständ­nis habe ich aber z.B. für die Jun­ge SVP, die neu eine Kar­te der Schweiz auf­legt, mit Geschäf­ten und Insti­tu­tio­nen, die für ihre Dienst­lei­stun­gen ein Covi­d19-Zer­ti­fi­kat ver­lan­gen. Zertifikatspranger?
Damit ich mich nicht wie­der­ho­len muss, hier der Link zu mei­nem Arti­kel zu Impf­pflicht, Impfob­li­ga­to­ri­um und Impf­zwang.
Dort wird auch beschrie­ben, wer ein Zer­ti­fi­kat ver­lan­gen darf und wer nicht. Wer das nicht unter­schei­den kann oder unter­schei­den will, soll­te sich nicht beklagen.

Inter­es­sant wäre viel­leicht auch ein­mal zu unter­su­chen ob all die Cov19-Impfgegner:innen auch nicht gegen Tuber­ku­lo­se, Polio (Kin­der­läh­mung), Starr­krampf, etc. geimpft sind. Krank­hei­ten, die in der Ver­gan­gen­heit gros­ses Leid ver­ur­sacht haben und nur dank Imp­fun­gen z.T. fast aus­ge­rot­tet wurden.

Was bei der gan­zen Ver­zö­ge­rung und Ver­wei­ge­rung ganz ver­ges­sen geht:
Wir haben einen gros­sen Teil der Bevöl­ke­rung, der sich nicht imp­fen las­sen kann und der nun mehr und mehr in den Fokus rückt, näm­lich alle Kin­der unter zwölf Jahren!
Wir haben vor allem in der ersten Wel­le durch Soli­da­ri­tät die vul­nerablen Men­schen geschützt! Kin­der und Jugend­li­che haben in die­ser Zeit auf Schul­un­ter­richt, Kon­tak­te und Bewe­gungs­frei­heit verzichtet.
Es ist nun an der Zeit, dass Erwach­se­ne nun auch soli­da­risch sind mit Kin­dern und Jugendlichen …

… um die Anzahl der Anstecken­den zu redu­zie­ren, um Muta­tio­nen zu ver­hin­dern, um auch für Kin­der ein Umfeld der Sicher­heit zu schaffen.

Übri­gens:
In Birs­fel­den haben sich die Fall­zah­len inner­halb einer Woche mit Fak­tor 2,5 vermehrt.

Und die Weis­heit zur Sache:

Es han­delt sich um Anstand.
Das ist eine Idee, über die man lachen kann,
aber die ein­zi­ge Art, gegen die Pest anzukämpfen,
ist der Anstand.
Albert Camus

 

Wertabschöpfung (1)
Mattiello am Mittwoch 21/31

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