Don’t panic! Wir haben uns nicht per Anhal­ter in die Feri­en ver­ab­schie­det. Wir las­sen es — im Gegen­satz zum Gemein­de­rat, der uns über die Som­mer­pau­se gleich mit vier Ver­nehm­las­sun­gen ein­ge­deckt hat — ein­fach etwas ruhi­ger angehen.

Trotz Som­mer­loch bleibt mit dem Spar­pa­ket jedoch genü­gend Ana­ly­se­ar­beit für die birsfälder.li Redak­ti­on. Heu­te ist die Ver­schie­bung des Steu­er­in­kas­sos nach Lies­tal auf dem Prüf­stand. Tech­nisch geht das so: Gemäss dem in der Ver­nehm­las­sung zu dis­ku­tie­ren­den rund­um­er­neu­er­ten Steu­er­re­gle­ment soll künf­tig der Gemein­de­rat dar­über ent­schei­den dür­fen, wer die Gemein­de­steu­ern ein­treibt. Und da der Kan­ton das momen­tan für gün­sti­ge CHF 20.- pro Steu­er­pflich­ti­gem macht, ist es vor­aus­seh­bar, dass die Gemein­de für ein­mal eine Auf­ga­be zurück nach Lies­tal ver­schiebt. Spar­ef­fekt: CHF 40’000.-, inkl. teil­wei­se ver­wai­stem Büro­stuhl in der Finanzabteilung.

Als gro­be Rech­nung könn­te man daher sagen: Bei rund 9’000 Steu­er­pflich­ti­gen holt der Kan­ton einen CHF 180’000.- Auf­trag an Bord. Das Ver­schicken der Ein­zah­lungs­schei­ne muss die Gemein­de somit bis­her um die CHF 220’000.- geko­stet haben. Auf­wen­dig dürf­te vor allem auch die Bewirt­schaf­tung der Steu­er­schul­den sein, die neu eben­falls nach Lies­tal gehen soll. Ob deren Inter­es­se am Anklop­fen und Hin­ter­ren­nen bei den Zah­lungs­un­wil­li­gen aller­dings genau­so gross ist, wie das der Gemein­de, ist schwer abzu­schät­zen. Wir gehen jetzt ein­mal davon aus und hof­fen eben­falls, dass der maus­ar­me aber fin­di­ge Kan­ton nicht plötz­lich auf die Idee kommt, CHF 24.- pro Per­son zu ver­lan­gen, weil dann die gan­ze Auf­ga­ben­ver­schie­bungs­übung ver­ge­bens gewe­sen wäre.

Vor­erst unklar ist zudem, wie die Kir­chen ab 2015 zu ihren Zehn­ten und Ablass­gel­dern kom­men. Bis­her hat­ten die­se einen Ver­trag mit der Gemein­de. Grund­sätz­lich kann wohl auch der Kan­ton die­se Dienst­lei­stung anbie­ten. Doch zu wel­chem Preis? Zah­len die Kir­chen nun die Spar­ze­che der Gemein­de? Oder sind die­se bis­her eh viel zu gün­stig weggekommen?

Fazit:

Qua­li­tät des Vor­schlags: Scheint eini­ger­mas­sen seri­ös durch­ge­rech­net wor­den zu sein. Hof­fent­lich nicht von der Bau­ab­tei­lung…
Ein­ge­spar­te Sum­me: ca. CHF 40’000 pro Jahr
Betrof­fen:
Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­ten­de, even­tu­ell die bei­den Staats­kir­chen
Kom­pe­tenz: Gemein­de­ver­samm­lung (GVS) befin­det über das Steu­er­re­gle­ment; soll­te es so ange­nom­men wer­den, darf der Gemein­de­rat künf­tig sel­ber wäh­len
Umset­zungs­chan­cen: sehr realistisch

Bewer­tung der Redak­ti­on: Künf­tig gibt es für die diver­sen pro­vi­so­ri­schen und defi­ni­ti­ven Steu­er­rech­nun­gen wohl nur noch das in Recy­cling­pa­pier daher­kom­men­de Kuvert des Kan­tons. Der Spar­vor­schlag des Gemein­de­rats ist damit gleich­zei­tig auch ein Bei­trag zum Umwelt­schutz. Da sieht man, dass die Gemein­de das Ener­gie­stadt­la­bel mehr als ver­dient hat!

Wochenrückblick
Mattiello am Mittwoch 1/28

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