Die Fah­ne hing seit lan­ger Zeit. Sie muss­te ersetzt wer­den. Und die Neue wird noch eine gan­ze Wei­le hän­gen. Sie hat eini­ge Tiefs über­stan­den, Sie erin­nern sich sicher, meteo­ro­lo­gi­sche wie auch politische.
Die meteo­ro­lo­gi­schen Tiefs kön­nen Sie sich bei der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin (FU Ber­lin) kau­fen. Ein Tief kostet 199 €. Ein Hoch kostet 299 €. Es besteht eine gros­se Reser­va­ti­ons­li­ste, in der Sie sich vor­anmel­den kön­nen. Für das Jahr 2020 kaum noch Buch­sta­ben frei!

Ob man sich auch Abstim­mun­gen kau­fen kann, wird sich wahr­schein­lich im Herbst zei­gen — aus­ser Stän­de­rat Rue­di Noser (FDP) und Bun­des­rä­tin Karin Kel­ler-Sut­ter fal­len noch wei­te­re Ver­zö­ge­rungs­tricks ein.

Mit der gros­sen Kel­le begin­nen nun die Geg­ner ihre Antikam­pa­gne anzu­rüh­ren. Dazu schreibt die »REPUBLIK«:
»Eine poli­ti­sche Anzei­ge macht deut­lich, wie das Medi­en­un­ter­neh­men Tame­dia die Gren­ze zwi­schen Wer­be­ge­schäft und Jour­na­lis­mus wei­ter ver­wischt — auch beim Personal …
… Seit rund zwei Wochen platz­iert der Ver­lag auf sei­nen Online­me­di­en eine neue poli­ti­sche Anzei­ge. »Sie lesen einen Arti­kel zur KVI«, steht in fet­ten Let­tern neben allen Arti­keln geschrie­ben, die sich mit der Kon­zern­ver­ant­wor­tungs­in­itia­ti­ve beschäf­ti­gen. Gefolgt von einem wei­te­ren Schrift­zug, der die Leser­schaft auf­for­dert, sich ver­tief­ter mit dem The­ma auseinanderzusetzen.«
Den gan­zen Arti­kel lesen Sie hier. Die »REPUBLIK« fin­det, dass der Ver­lag damit klar gegen den »Code of Con­duct« der Schwei­zer Medi­en ver­stösst, der sich der Trans­pa­renz verschreibt.

Wei­ter­ge­lei­tet wer­den Sie dann zu einem obsku­ren Fak­ten­check, ver­ant­wor­tet von der Ber­ner PR-Agen­tur fur­r­er­hu­gi (der PR-Agen­tur auch der Fir­ma Glen­core sic!), respek­ti­ve von suc­cè­Su­is­se und in des­sen Trä­ger­schaft sit­zen unter ande­rem Natio­nal­rat Rue­di Noser (FDP), Natio­nal­rat Peter Schil­lin­ger (FDP) und, schau, schau, Natio­nal­rat Ger­hard Pfi­ster (CVP). Also sind alle Wirt­schafts­par­tei­en gut vertreten.

Jetzt wur­de die «ver­schlei­er­te Polit­wer­bung» der Konzernlobby
vom Pres­se­rat offi­zi­ell gerügt. Es sind nur noch 107 Tage
bis zur Abstim­mung, las­sen Sie sich von der­ar­ti­gen Mätz­chen
bit­te nicht verwirren!

 

Und der Kom­men­tar zur Sache:

Es han­delt sich um Anstand.
Das ist eine Idee, über die man lachen kann, aber
die ein­zi­ge Art, gegen die Pest anzu­kämp­fen, ist der Anstand.
(Albert Camus)

Stellungnahme von Christof Hiltmann
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