Nach der Lek­tü­re des Pro­to­kolls der Land­rats­de­bat­te frag­te ich mich, ob das wohl bei jedem Geschäft so zu geht. So viel heis­se Luft zu einem schluss­end­li­chen Nicht­ent­scheid … In die­sem Arti­kel wird nicht auf die Argu­men­te der ein­zel­nen Par­la­ments­an­ge­hö­ri­gen ein­ge­gan­gen, son­dern allei­ne die Ansamm­lung von Flos­keln doku­men­tiert, die in der Dis­kus­si­on vor­ge­tra­gen wurden.

Die Birs­fel­der Land­rä­tin Dési­rée Jaun ver­lang­te in einem Postulat: …
Die Regie­rung wird gebe­ten zu überprüfen und zu berichten,
• ob und mit wel­chen Mass­nah­men eine pla­stik­freie Poli­tik in öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen umge­setzt wer­den kann.
• wie sicher­ge­stellt wer­den kann, dass in öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen kei­ne Ein­weg­be­cher, Pla­stik­fla­schen, Kaf­fee­kap­seln und Putz­mit­tel, die auf Chlor basie­ren, benutzt werden.
• wie Pla­stik­ge­schirr und mit Pla­stik ver­pack­te Mate­ria­li­en im All­ge­mei­nen in öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen redu­ziert wer­den können.

Der Regie­rungs­rat sagt …
… teilt die Sor­ge der Postulantin …
… bekennt er sich klar zu einer Abfallwirtschaft …
… eine zukunfts­fä­hi­ge Kreis­lauf- und Res­sour­cen­wirt­schaft zu erreichen …
… kei­ne über­zeu­gen­de Strategie …
… Kunst­stof­fe erfül­len vie­le nütz­li­che Funktionen …
… Ein­satz öko­lo­gisch zu optimieren …
… unter sorg­fäl­ti­ger Abwä­gung einzusetzen …
… teilt der Regie­rungs­rat die gros­se Sorge …
… wich­ti­gen Aspekt des Kli­ma­wan­dels trägt die kan­to­na­le Ener­gie- und Kli­ma­po­li­tik bereits heu­te ent­schei­dend Rechnung …
… Auf­grund die­ser Über­le­gun­gen bean­tragt der Regie­rungs­rat Ableh­nung des Postu­lats 2018/834 …

Der Land­rat sagt …
… zu weit geht …
… nicht rea­li­stisch, dies umzusetzen .…
… Inhalt­lich ist man sich abso­lut einig mit Dési­rée Jaun …
… dass auch alle Schu­len pla­stik­frei sein sollen …
… man darf gespannt sein, wie man dies umset­zen will …
… rie­si­gen Ver­wal­tungs­ap­pa­rat, Regle­men­tie­run­gen und Büro­kra­tie aufbauen …
… hat Ver­ständ­nis für den Vorstoss …
… Es gibt aber eine Aus­nah­me: die Gurke …
… Es liegt am indi­vi­du­el­len Einkaufsverhalten …
… Dass aber der Staat und die Ver­wal­tung kei­ne Rühr­löf­fel aus Pla­stik haben dür­fen, wird nichts zur Lösung des Pro­blems beitragen …
… teilt die Sor­gen natürlich auch …
… Pla­stik ist aber nicht gene­rell schlecht …
… geht der Frak­ti­on die For­de­rung klar zu weit …
… dass man alles umver­packen muss …
… Es ist sicher rich­tig, dass es vie­le unsin­ni­ge Sachen gibt …
… Man müss­te das The­ma gross­flä­chig angehen …
… Es dürfte nicht viel Geschei­tes resultieren …
… dass das Anlie­gen nicht umsetz­bar ist …
… ist nicht ganz überzeugt …
… Es ist nicht schwarz-weiss …
… Ob es letzt­lich ein Trop­fen auf den heis­sen Stein ist – wer weiss …
… spricht sich für eine prag­ma­ti­sche Her­an­ge­hens­wei­se aus …
… ist sicher gut gemeint …
… eine Fra­ge, die man sich immer stel­len muss …
… Die Wah­len sind vor­bei, die Grü­nen haben gewonnen …
… Der Vor­stoss geht zu weit …
… Der Red­ner wür­de nie aus einem Mehr­weg­be­cher trinken …
… Man wird aber fast ver­ge­wal­tigt, aus sol­chen Bechern zu trinken …
… Man muss die Schat­ten­sei­ten auch sehen …
… nicht auf etwas her­um­tan­zen, weil es im Moment Mode ist …
… Der Red­ner war aber noch nie an einer die­ser (Klima)Demos. Man darf davon aus­ge­hen, dass die Jun­gen alle einen Brot­sack mit­ge­nom­men haben …
… und beim Fast Food kei­nen Becher bekom­men, son­dern die Gamel­le hinhalten …
… Man soll dies ein­fach machen …
… hat immer ein Pla­stik­säck­lein dabei …
… man einer­seits auf die Stras­se geht und ande­rer­seits ein der­ar­ti­ges «Puff» hinterlässt …
… dass man das Pro­blem über­haupt nicht bagatellisiere …
… dass der Land­rat zei­gen muss, was er effek­tiv macht und was effek­tiv am Lau­fen ist …
… Es sind nicht die Berich­te, wel­che bewegen …
… Auch die Red­ne­rin war einst jung – damals hiess es «Jute statt Plastik» …
… Wenn man etwas bewir­ken will, muss man die Schweiz als Vor­bild auf der gan­zen Welt bekann­ter machen …
… fühlt sich herausgefordert …
… man soll bes­ser etwas unternehmen …
… Das Geschäft hat einen ganz ande­ren Inhalt …
… Es ist schön, dass man dies anhand die­ses Bei­spiels aus­dis­ku­tie­ren konnte …
… Die Rats­lin­ke schaut nur hin, wenn die Jun­gen auf­tre­ten und schreien …

://: Mit 47:28 Stim­men bei 2 Ent­hal­tun­gen wird das Postu­lat von Dési­rée Jaun abgelehnt.

Zusatz­in­for­ma­tio­nen zur Sache:
Hier fin­den Sie den gan­zen Text zum Postu­lat.
Hier fin­den Sie die gan­ze Ant­wort des Regierungsrates.
Hier fin­den Sie das Pro­to­koll der Dis­kus­si­on im Landrat.

Und zum Schluss noch die Weis­heit zur Sache:

Es ist eigent­lich schon alles gesagt,
aber noch nicht von jedem.
Karl Valentin

 

 

 

 

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