Titel­bild ein­ge­setzt duch die Pünggtl.li Redak­ti­on: zVg / VCS

Medi­en­in­for­ma­ti­on des Gemeinderats

Birs­fel­den for­mu­liert Erwar­tun­gen an ASTRA-Pro­jekt Rheintunnel

Die Gemein­de Birs­fel­den hat im Rah­men der öffentlichen Auf­la­ge zum Ausführungsprojekt Rhein­tun­nel for­mell Ein­spra­che erho­ben. Dabei stellt sich die Gemein­de nicht gegen das Pro­jekt an sich. Sie for­dert jedoch flan­kie­ren­de Mass­nah­men, ins­be­son­de­re bis zur vollständigen Eng­pass­be­sei­ti­gung auf der Auto­bahn A2.

Gemäss den Erläuterungen des Tech­ni­schen Berichts des Bun­des­amts für Stras­sen (ASTRA) wird mit dem Bau des Rhein­tun­nels zwar das Ziel der Ent­la­stung der Ost­tan­gen­te erreicht. Nicht erreicht wird das Ziel, auch das unter­ge­ord­ne­te Stras­sen­netz signi­fi­kant zu entlasten.

Dies gilt ins­be­son­de­re für den Ver­kehr ent­lang der Ach­se Birsfelden/Muttenz — Schweizerhalle/Pratteln. Ohne den ursprünglich zeit­gleich mit dem Rhein­tun­nel geplan­ten 8- Spur­aus­bau der A2 im Bereich Hagnau-Augst bleibt die mas­si­ve Ver­kehrs­be­la­stung der unter­ge­ord­ne­ten Stras­sen ent­lang die­ser Ach­se bestehen.

Aus die­sem Grund for­dert die Gemein­de Birs­fel­den flan­kie­ren­de Mass­nah­men. Sie sol­len die heu­te bestehen­de Überlastung des unter­ge­ord­ne­ten loka­len Stras­sen­net­zes – ins­be­son­de­re inner­orts – vor, während und nach dem Bau des Rhein­tun­nels eindämmen und vor aus­ser­or­dent­li­chen Bela­stun­gen schützen, bis der Spur­aus­bau auf der A2 erfolgt ist.

Birs­fel­den trägt die längste und grösste Bela­stung während der Bau­zeit des Pro­jekts. Des­halb legt die Gemein­de auch gros­sen Wert auf einen ent­spre­chen­den Aus­gleich sowie den Schutz der kom­mu­na­len Inter­es­sen während der Bau­pha­se. Ent­spre­chend wur­den die ein­gangs erwähnten For­de­run­gen durch wei­te­re ergänzt. Sie betref­fen u. a. die Berei­che Kosten­aus­gleich, Eigen­tums­rech­te, Alt­la­sten, Pro­vi­so­ri­en oder Immissionsschutz.

Der Gemein­de­rat begrüsst die Anstren­gun­gen des Bun­des zur drin­gen­den Eng­pass­be­sei­ti­gung auf der Auto­bahn A2. Die­se ist aus Birs­fel­der Per­spek­ti­ve mit dem Rhein­tun­nel jedoch nicht abge­schlos­sen. Solan­ge der 8‑Spurausbau Hagnau-Augst nicht umge­setzt ist, bleibt das Überlastungsrisiko der kan­to­na­len und kom­mu­na­len Stras­sen ent­lang die­ser Ach­se hoch.

Der Gemein­de­rat ist des­halb überzeugt, dass das Pro­jekt Rhein­tun­nel erst mit der Kon­kre­ti­sie­rung der gefor­der­ten flan­kie­ren­den Mass­nah­men und mit einem fai­ren Aus­gleich der Pro­jekt­be­la­stun­gen auf gutem und effi­zi­en­tem Weg ist.

Gemein­de­rat Birsfelden

 

 

Die Reichsidee 114
Tür.li 16 (2023)

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