Raben im Winter

Ich bin sehr bald gewor­fen lebenswarm
in Mut­ters Erde küh­len Schoss:
Was tu‘ich noch, was soll ich bloss?
…Nur Rabe bin in Freun­des Rabenschwarm!

Die Freun­de sind ganz heim­lich fortgeflogen,
als Schat­ten kann ich sie im Nebel sehen,
wie still und stumm sie in den Win­ter gehen:
Sie zie­hen letz­te Krei­se, gros­se Bogen!

Noch lebe ich, doch bin schon alt,
ich ruh nur aus auf mor­schem Aste:
Ich kann noch immer Freun­de lie­ben halt!

…Ein letz­tes mal ein Raben-Krah mir schallt,
dort wo ich müde-trau­ernd raste:
Von Fer­ne lei­ser kling­ts und kalt!

 

 

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