Die nach­fol­gen­de Fra­ge stammt nicht von mir. Sie stammt von Ama­deu Inácio de Almei­da Pra­do, einer Figur aus dem Roman »Nacht­zug nach Lis­sa­bon« von Pas­cal Mer­cier — respek­ti­ve von Peter Bie­ri. Die Fra­ge beschäf­tigt mich seit der ersten Lek­tü­re und sie wird für mich immer aktu­el­ler. Nicht ein­fach durch mein fort­schrei­ten­des Altern, son­dern auch durch alles, was rund um mich her­um pas­siert:

Das Feh­len von Anstand und Respekt.
Die neo­li­be­ra­le Poli­tik, die aus uns homo sapi­ens nur noch homo œco­no­mi­cus machen will.
Die Fal­sche­ti­ket­tie­rung von Begrif­fen (nur als Bei­spie­le: Ereig­nis statt Kata­stro­phe, Initia­ti­ve "Ja zum Schutz der Pri­vat­sphä­re" statt Initia­ti­ve zur Bei­be­hal­tung der Pri­vi­le­gi­en der Steu­er­hin­ter­zie­her, usw.).
Die Finanz­po­li­tik, die nur noch Gewinn­ma­xi­mie­rung anstrebt und kaum noch Dienst am Men­schen und der Real­wirt­schaft ist.
Sie fin­den viel­leicht für sich ande­re Bei­spie­le.

Uns so fra­ge ich mich zusam­men mit Ama­deu Inácio de Almei­da Pra­do:

»Wenn es so ist, dass wir nur einen klei­nen Teil von dem leben kön­nen, was in uns ist – was geschieht mit dem Rest?«

Wochenrückblick
Platini out, Panini in, oder: Wir sind doch nicht blöd!

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