Tür­kei:
Tau­sen­de Ange­hö­ri­ge der Armee wur­den sus­pen­diert und/oder ver­haf­tet.
Tau­sen­de Poli­zi­sten wur­den sus­pen­diert und/oder ver­haf­tet.
Tau­sen­de Rich­ter wur­den sus­pen­diert und/oder ver­haf­tet.
Tau­sen­de Leh­rer wur­den sus­pen­diert und/oder ver­haf­tet.
Tau­sen­de Schul­lei­ter wur­den sus­pen­diert und/oder ver­haf­tet.
Wohl auch tau­sen­de Jour­na­li­sten und ande­re.
Dies in der Regel vor lau­fen­den Kame­ras in demü­ti­gen­den Posen.

Wie konn­ten Herr Erdogan und sei­ne Scher­gen kaum ein, zwei Tage nach dem Putsch wis­sen, wer alles zu sus­pen­die­ren und/oder zu ver­haf­ten ist?
Drängt sich da nicht auch der Ver­dacht auf, dass es die­se Insze­nie­rung brauch­te, um eine rie­si­ge Säu­be­rung der oppo­si­tio­nel­len Kräf­te durch­zu­füh­ren? So qua­si ein Reichs­tags­brand — oder ganz ein­fach die Gunst der Stun­de?

Mit stellt sich hier die Fra­ge:

»Ist dir noch nicht auf­ge­fal­len, wie­viel Frech­heit durch Unsi­cher­heit zu erklä­ren ist?«
(Kurt Tuchol­sky in »Schloss Grips­holm«)

Serpensophie: Schleichen durch Birsfelden
Mattiello am Mittwoch 3/29

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